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Studie zu Regierungsplänen: Die Wirtschaft stürzt ab ins Mittelmaß

Studie zu Regierungsplänen  

Deutsche Wirtschaft stürzt ab ins Mittelmaß

03.04.2014, 12:39 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Studie zu Regierungsplänen: Die Wirtschaft stürzt ab ins Mittelmaß. Rentenpläne und Mindestlohn sind Gift für die Wettbewerbsfähigkeit, sagt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rentenpläne und Mindestlohn sind Gift für die Wettbewerbsfähigkeit, sagt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Große Koalition sägt am Ast der deutschen Wirtschaftskraft, lautet das Fazit einer Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Durch Mindestlohn und Rentenpaket gebe es einen rasanten Anstieg der Lohnstückkosten. Die Wettbewerbsfähigkeit sinke dramatisch.

Sollten die Regierungspläne umgesetzt werden, würden sich die deutschen Lohnstückkosten demnach nicht nur deutlich schlechter als in Griechenland, Bulgarien, Polen oder der Slowakei entwickeln, sondern auch als in Japan, Schweden, Frankreich, Österreich und den USA. Der Faktor Lohnstückkosten setzt die gesammelten Arbeitskosten einer Volkswirtschaft ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, das sie erwirtschaftet, und ist ein wichtiges Indiz für die Wettbewerbsfähigkeit.

Die Forscher des Prognos Instituts blicken auf den Zeitraum 2014 bis 2030. Sie rechnen vor, welcher Anstieg der Lohnstückkosten bei den heutigen Rahmenbedingungen zu erwarten wäre und was die Umsetzung des Koalitionsvertrags daran ändern würde. Der Vertrag beinhaltet teure Vergünstigungen wie die Rente mit 63, die Mütterrente und den flächendeckenden Mindestlohn, außerdem Einschränkungen bei der Zeitarbeit und einen Anstieg des Pflegebeitrags.

Wettbewerbsfähigkeit: Statt Platz neun nur Platz 23

Bleibt alles wie gehabt, steigen die Lohnstückkosten jährlich um zwei Prozent, im Vergleich mit 42 Industrienationen bedeutet das Platz neun. Bei Umsetzung der Regierungspläne wächst der Posten dagegen um 2,5 Prozent pro Jahr. Damit fiele Deutschland auf den 23. Platz zurück, so die Forscher. Den Aufstieg zur "Europas stabilster Wirtschaftsnation" habe Deutschland dagegen geschafft, weil von 1995 bis 2012 die Lohnstückkosten nur um 0,5 Prozent jährlich stiegen.

Ökonomen und Wirtschaftsverbände kritisieren seit Monaten die Pläne der Großen Koalition. Der Rat der Wirtschaftsweisen spricht von Maßnahmen, die "mittelfristig das Wachstumspotenzial der deutschen Volkswirtschaft beeinträchtigen können". Eine Studie von Deutsche Bank Research hatte gewarnt, der Mindestlohn werde zwischen 450.000 und eine Million Arbeitsplätze kosten, vor allem bei den Geringqualifizierten. Demgegenüber stehen Studien aus dem gewerkschaftsnahen Lager, die etwa den Zuwachs an Kaufkraft als positiven Konjunktur-Effekt sehen, sofern keine Jobs verloren gehen.

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