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Deutschland steht vor einem Lohn-Boom

Wirtschaftsforscher sicher  

Deutschland steht vor einem Lohn-Boom

11.04.2014, 09:52 Uhr | dpa, t-online.de

Deutschland steht vor einem Lohn-Boom. Lohn-Plus voraus: In den kommenden Jahren bleibt mehr übrig (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lohn-Plus ante portas: In den kommenden Jahren bleibt mehr übrig (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gute Nachricht für alle Arbeitnehmer: Dank Wirtschaftsaufschwung und niedriger Inflation können sie in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Lohn-Plus rechnen. Die Brutto-Löhne werden deutlich schneller steigen als die Preise, berichtet die "Bild". Dadurch bleibe tatsächlich mehr im Geldbeutel übrig. Der DIW-Konjunktur-Experte Ferdinand Fichtner glaubt sogar an den stärksten Lohnzuwachs seit 20 Jahren.

Aufschwung in Deutschland fühlte sich bislang so an, dass Unternehmer Aufträge horteten und Arbeitnehmer in die Röhre guckten. Doch damit ist nun Schluss. Im laufenden Jahr gibt es im Schnitt 2,7 Prozent mehr Lohn, und 2015 sogar 3,8 Prozent plus, schreibt die "Bild". "Deutschlands Arbeitnehmer können sich auf den stärksten Real-Lohnzuwachs seit der Wiedervereinigung freuen", sagte Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Real 1,4 Prozent mehr in der Tasche

Gestern hatten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihr Frühjahrsgutachten vorgelegt - mit guten Wachstumsaussichten für Deutschland. Beschäftigte dürften demnach 2014 vom erwarteten Lohnzuwachs real 1,4 Prozent mehr Lohn in der Tasche haben, da die Preise voraussichtlich nur um 1,3 Prozent steigen. Im März betrug die Inflationsrate sogar nur 1,0 Prozent, berichtete das Statistische Bundesamt.

Schrumpfendes Angebot an Arbeitskräften

Jedes Jahr sei aber nicht mit neuen Lohnrekorden zu rechnen, schreibt die Zeitung. Zwar sind die Arbeitnehmer in einer starken Verhandlungsposition, da die Zahl der Arbeitskräfte tendenziell sinkt. Je mehr Arbeitskräfte gefragt sind, desto mehr sind Arbeitgeber bereit, für sie zu zahlen. Doch überdrehen dürfen sie nicht. Denn am Ende gilt auch für Arbeitgeber eine einfache Regel: Bezahlen kann nur der, der auch verdient.

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