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IAB-Studie: Mindestlohn bringt Hartz-IV-Aufstockern kaum etwas

IAB-Studie  

Mindestlohn bringt Hartz-IV-Aufstockern kaum etwas

16.04.2014, 16:25 Uhr | dpa

IAB-Studie: Mindestlohn bringt Hartz-IV-Aufstockern kaum etwas. IAB-Studie: Vor allem teilzeitarbeitende Aufstocker werden wohl nicht viel vom Mindestlohn haben (Quelle: dpa)

IAB-Studie: Vor allem teilzeitarbeitende Aufstocker werden wohl nicht viel vom Mindestlohn haben (Quelle: dpa)

Der geplante Mindestlohn von 8,50 Euro ab 2015 soll vor allem dafür sorgen, dass Menschen vom Lohn ihrer Arbeit leben können. Doch auf viele wird das wohl trotzdem nicht zutreffen: Die weitaus meisten Hartz-IV-Aufstocker werden auch dann auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sein, wenn sie durch den Mindestlohn mehr verdienen als im Moment. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit herausgefunden.

Grund: Die meisten Aufstocker hätten nur einen Teilzeitjob von weniger als 22 Stunden in der Woche, entsprechend gering sei trotz des Mindestlohns ihr Monatseinkommen. Von den derzeit 1,3 Millionen Aufstockern fallen voraussichtlich nur rund 60.000 aus der Jobcenter-Förderung. Das entspricht einem Anteil von 4,6 Prozent.

"Die meisten werden daher auch nach der Einführung des Mindestlohns weiter Hartz IV benötigen", sind die Arbeitsmarktforscher überzeugt. Hinzu komme, dass der überwiegende Teil des Lohnzuwachses auf die Hartz-IV-Bezüge angerechnet werde. "Das verfügbare Nettoeinkommen der Aufstocker steigt im Durchschnitt nur um zehn bis zwölf Euro."

Aufstockende Hartz-IV-Leistungen werden gezahlt, wenn das Arbeitseinkommen eines Beschäftigten nicht zum Leben ausreicht.

Der Staat profitiert

Gewinner des Mindestlohns sind nach IAB-Berechnungen der Bund und die Sozialversicherungen. Sollte die Zahl der Hartz-IV-Bezieher wegen Jobverlusten nicht steigen, würde der Mindestlohn die jährlichen Hartz-IV-Ausgaben um 700 bis 900 Millionen Euro verringern.

Da dann aber die Ausgaben für Wohngeld und Kinderzuschläge steigen dürften, bleibe es bei Einsparungen von lediglich 500 bis 650 Millionen Euro. Zusammen mit Mehreinnahmen bei Sozialversicherungsbeiträgen und der Einkommenssteuer ergäbe sich eine Entlastung für die öffentlichen Haushalte zwischen 2,2 und 3,0 Milliarden Euro.

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