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Hochrechnung: Rekord-Mindestlohn in der Schweiz vom Tisch

Hochrechnung  

Schweizer stimmen gegen Rekord-Mindestlohn

18.05.2014, 17:10 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Hochrechnung: Rekord-Mindestlohn in der Schweiz vom Tisch. Der teuerste Mindestlohn der Welt stand in der Schweiz zur Abstimmung (Quelle: imago/Geisser)

Der teuerste Mindestlohn der Welt stand in der Schweiz zur Abstimmung (Quelle: imago/Geisser)

Die Schweizer Bürger haben sich gegen einen Mindestlohn von umgerechnet 18,50 Euro pro Stunde entschieden. Zustimmung erhielt dagegen eine andere Initiative.

In der Schweiz wird es auch weiter keinen gesetzlichen Mindestlohn geben. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund scheiterte am Sonntag deutlich mit seinem Vorschlag, eine Lohnuntergrenze von 22 Franken pro Stunde per Volksabstimmung durchzusetzen. Mehr als drei Viertel der Wähler sprachen sich gegen die Volksinitiative "Für den Schutz fairer Löhne" aus. Der Vorstoß fand zudem in keinem der 26 Kantone eine Mehrheit, wie das Schweizer Fernsehen berichtete.

Gegen den Vorschlag der Gewerkschaft war die Wirtschaft Sturm gelaufen. Zwar sind die Löhne schon heute in den meisten Fällen höher, weshalb sich die Zusatzkosten für die Firmen in Grenzen gehalten hätten. Doch die Unternehmer befürchten einen weiteren Einschnitt in die wirtschaftsfreundliche Schweizer Gesetzgebung, die zum Beispiel kaum Kündigungsschutz kennt.

Teilweises Berufsverbot für Pädophile befürwortet

Außer zum Mindestlohn befanden die Schweizer über drei weitere Vorschläge. Zustimmung gab es erwartungsgemäß für die Initiative, straffällig gewordenen Pädophilen jedwede berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen auf Lebenszeit zu verbieten. Dafür stimmten laut Hochrechnungen 63 Prozent.

Weithin befürwortet wurde auch der Vorschlag, ein Gebot zur Gewährleistung einer medizinischen Grundversorgung einschließlich hoch qualifizierter Hausarztmedizin in der Verfassung zu verankern. Das Vorhaben der Regierung, umgerechnet 2,6 Milliarden Euro für 22 neue Kampfjets des schwedischen Typs Gripen auszugeben, ist dagegen knapp gescheitert. 53,4 Prozent der Abstimmungsteilnehmer sagten Nein zur Anschaffung der Jets des Herstellers Saab. Es ist das erste Mal, dass das Stimmvolk der Armee neue Kampfflugzeuge versagt.

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