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Arbeitgeber entsetzt: IG Metall will steuerfreien Lohnausgleich

Arbeitgeber entsetzt  

IG Metall fordert steuerfreien Lohnausgleich

21.05.2014, 11:34 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Arbeitgeber entsetzt: IG Metall will steuerfreien Lohnausgleich. Der geforderte Teillohnausgleich stößt auf heftigen Widerstand der Arbeitgeber (Quelle: dpa)

Der geforderte Teillohnausgleich stößt auf heftigen Widerstand der Arbeitgeber (Quelle: dpa)

Im Konflikt um tariflich verkürzte Arbeitszeiten für junge Eltern, pflegende Angehörige und Beschäftigte in Weiterbildung will die IG Metall einen teilweisen Lohnausgleich erreichen. Die von den Arbeitgebern zu zahlenden Ausgleichsgelder müssten zudem vom Staat steuerfrei und teilweise abgabenfrei gestellt werden, erklärte der Zweite Vorsitzende der größten deutschen Gewerkschaft, Jörg Hofmann. Zugleich will die IG Metall an diesem Mittwoch ihre Forderungen für die bevorstehende Stahl-Tarifrunde publik machen.

Beim geforderten Teillohnausgleich rechnet die Gewerkschaft mit hartem Widerstand der Arbeitgeber. Diesen müsse man sich "erkämpfen und erstreiten", sagte Hofmann. Tatsächlich scheint es, dass durch den geforderten Ausgleich der alte IG-Metall-Slogan "Samstags gehört Papi mir" auf "Nachmittags gehören Mutti und Vati mir" ausgeweitet werden soll.

Forderung "völlig unrealistisch"

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander bezeichnete die vorgeschlagene Reduzierung der Arbeitszeit mit Lohnausgleich als "völlig unrealistisch". Die Betriebe der Branche seien bei der Gewährung flexibler Arbeitszeiten besonders engagiert, wie der "Unternehmensmonitor Familie" des IW Köln zeige. Danach böten 77 Prozent der Betriebe individuelle Arbeitszeiten und 67 Prozent verfügten über flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten. Nach einer repräsentativen Allensbach-Umfrage hätten 75 Prozent aller Mitarbeiter überhaupt keine Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Weniger Chancen für Teilzeitbeschäftige

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sagte der Gewerkschaft ihre Unterstützung zu. Beim Recht auf Teilzeit habe man vergessen, den Betroffenen einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr in Vollzeit mitzugeben. Zahlreiche Beschäftigte wünschten sich eine Beschäftigung irgendwo zwischen 30 Stunden und den heutigen Vollzeitgrenzen. Teilzeitbeschäftigte mit 20 oder weniger Stunden machten die Erfahrung, dass sie von Weiterbildungen ausgeschlossen würden und in ihren Betrieben geringere Karrierechancen hätten.

Umfangreiche Forderungen vor Tarifrunde

Im Hinblick auf die bevorstehende Veröffentlichung ihrer Forderungen für die kommende Stahl-Tarifrunde hat die IG Metall bereits angekündigt, dass die Themen Werkverträge, Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung sowie die Übernahme Ausgebildeter im Zentrum stehen sollen. Zudem wollen die Gewerkschafter ihre Forderung nach mehr Lohn und Gehalt konkretisieren. Der Tarifvertrag für die rund 75.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie war zum Stichtag Ende Mai gekündigt worden.

Die Verhandlungen beginnen voraussichtlich im Juni. Zuletzt hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft in der zurückliegenden Tarifrunde im Frühjahr vergangenen Jahres auf eine Tariferhöhung von drei Prozent geeinigt.

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