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Deutsche machen die meisten Überstunden in der Eurozone

EU-Studie zur Mehrarbeit  

Deutsche machen im Euro-Raum die meisten Überstunden

08.09.2014, 14:42 Uhr | dpa-AFX

Deutsche machen die meisten Überstunden in der Eurozone. Etwa 38 Millionen Beschäftigte in Deutschland leisteten im zweiten Quartal durchschnittlich 11,9 Überstunden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Etwa 38 Millionen Beschäftigte in Deutschland leisteten im zweiten Quartal durchschnittlich 11,9 Überstunden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Deutschen machen mehr Überstunden als ihre europäischen Nachbarn. Das geht aus Studien der EU-Kommission in Brüssel hervor. Der zuständige EU-Sozialkommissar Lazlo Andor sagte der Zeitung "Die Welt": "In keinem Land der Eurozone gibt es einen so großen Unterschied zwischen der tarifvertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit und der tatsächlichen Wochenarbeitszeit wie in Deutschland."

Laut EU-Studien liege die tatsächlich vereinbarte Wochenarbeitszeit in Deutschland bei 37,7 Stunden - tatsächlich arbeiteten die Beschäftigten aber 40,5 Stunden in der Woche. Jedes Land habe bei der Arbeitszeit seine Eigenheiten. "Wichtig ist am Ende, dass das Land wettbewerbsfähig ist und dass die Vorgaben der EU-Arbeitszeitrichtlinie eingehalten werden - das ist in Deutschland im allgemeinen der Fall", sagte Andor.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg errechnete jedoch unlängst, dass in Deutschland im Schnitt nur weniger als die Hälfte der Überstunden auch tatsächlich bezahlt wird. Insgesamt hätten die gut 38 Millionen Beschäftigten im zweiten Quartal 2014 durchschnittlich 11,9 Überstunden geleistet. Davon habe ihnen ihr Unternehmen der Studie zufolge aber nur fünf Überstunden bezahlt.

262 Millionen Stunden unbezahlt

Diese Überstunden haben die Firmen nach Angaben der Nürnberger Arbeitsmarktforscher auch nicht durch Freizeit ausgeglichen. Zwischen April und Juni arbeiteten der IAB-Statistik zufolge Beschäftigte 262 Millionen Stunden ohne Bezahlung. Das IAB hat die Zahl der unbezahlten Mehrarbeit nach einer statistischen Revision erstmals gesondert ausgewiesen. Die Daten basieren auf regelmäßigen Beschäftigten- und Betriebsbefragungen.

Insgesamt hätten die Deutschen im zweiten Quartal 13,8 Milliarden Stunden gearbeitet. Dies entspricht zwar einem Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum ersten Quartal sank dagegen das Arbeitsvolumen saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent. "Mit der konjunkturellen Schwäche ist auch die Zahl der Arbeitsstunden zurückgegangen. Der Aufwärtstrend wurde damit unterbrochen", betonte Arbeitsmarktforscher Enzo Weber.

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