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Ost-Löhne weiterhin deutlich niedriger

Trotz Angleichung  

Ost-Löhne weiterhin deutlich niedriger

09.09.2014, 13:36 Uhr | AFP

Ost-Löhne weiterhin deutlich niedriger. Einer Studie zufolge geht die Angleichung der Löhne nur langsam voran (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einer Studie zufolge geht die Angleichung der Löhne nur langsam voran (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Noch immer verdienen die Menschen in Ostdeutschland weniger als die Arbeitnehmer in Westdeutschland. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Allerdings: In den großen ostdeutschen Städten verdienten die Menschen mittlerweile mehr als in manchen Landkreisen Westdeutschlands.

Zwar seien die Löhne im Osten in den vergangenen 20 Jahren stärker als die im Westen gestiegen, doch "geht die Angleichung nur sehr langsam voran", heißt es in der Studie.

Der mittlere Brutto-Monatslohn in Ostdeutschland lag 2012 bei 2139 Euro, in Westdeutschland um 777 Euro höher bei 2916 Euro, wie es in der Studie heißt. Demnach kletterten die Löhne im Osten in den 20 Jahren bis 2012 um knapp 44 Prozent, im Westen um rund 36 Prozent nach oben.

Größter Lohnzuwachs in Ingolstadt

Am stärksten war laut Studie der Lohnzuwachs in Ingolstadt mit rund 72 Prozent, gefolgt von Jena und Erlangen-Höchstadt. Am schwächsten stieg der Nominallohn in Helmstedt, dem ehemaligen Grenzübergang zwischen der Bundesrepublik und der DDR, nämlich nur um 18,5 Prozent.

Grund für die Lohnunterschiede ist vor allem die Wirtschaftsstruktur. In Regionen mit Wachstumsbranchen wie Fahrzeugbau oder Chemie werden besonders hohe Löhne gezahlt; zudem zahlen große Unternehmen in der Regel besser als kleine. Die Großunternehmen sind dabei vor allem in den Ballungsgebieten Westdeutschlands angesiedelt. In Ostdeutschland trägt laut IAB zudem die geringe Tarifbindung dazu bei, dass die Löhne tendenziell niedriger ausfallen als im Westen.

Stadt-Land-Gefälle in ganz Deutschland

Das Stadt-Land-Muster mit höheren Entgelten in den Städten sei in ganz Deutschland zu beobachten, heißt es in der Studie. Real, also nach Abzug des größten Ausgabepostens, der Miete, sei dieses Stadt-Land-Gefälle dann aber nicht mehr so groß. Für die Studie betrachteten die IAB-Autorinnen nur die Nominallöhne. Für die tatsächliche Kaufkraft sind die Reallöhne aussagekräftiger. Dazu müsste die Verbraucherpreisentwicklung einbezogen werden - Informationen zu Preisunterschieden und ihrer Entwicklung in den einzelnen Städten und Landkreisen seien aber kaum vorhanden.

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