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Lufthansa-Piloten Frankfurt

Airline: Langstreckenflüge finden statt  

Lufthansa-Piloten streiken am Dienstag erneut

15.09.2014, 18:46 Uhr | dpa-AFX

Lufthansa-Piloten Frankfurt. Piloten-Ausstand: Am Dienstag sind Fernflüge der Lufthansa betroffen (Quelle: dpa)

Droht schon wieder der nächste Piloten-Streik? (Quelle: dpa)

Die Piloten bei der Lufthansa streiken am Dienstag erneut. Wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte, wollen die Piloten am Dienstag, dem 16. September, von 9.00 bis 17.00 Uhr die Arbeit niederlegen. Betroffen seien von dieser fünften Welle des Pilotenstreiks Langstreckenflüge ab Frankfurt am Main. Die Lufthansa-Aktie gab an der Börse im frühen Handel überdurchschnittlich nach.

Den Passagieren der Lufthansa bleibt ein weiterer harter Streiktag jedoch möglicherweise erspart: Trotz der erneuten Streikdrohung ihrer Piloten will Lufthansa an diesem Dienstag sämtliche Langstreckenflüge ab Frankfurt in die Luft bringen. Die Flüge sollen entweder aus der Streikzeit verschoben oder mit Freiwilligen und Management-Piloten an den Start gehen, kündigte die Gesellschaft an. Der Arbeitskampf der Vereinigung Cockpit um die Übergangsrenten der rund 5400 Piloten würde so erstmals ins Leere laufen.

Lufthansa teilte nach der Streikankündigung mit, es sei geplant, dass alle 40 Interkontinentalflieger aus dem Streikzeitraum starten. Der Streik werde lediglich zu Verspätungen bei 24 Interkontinental-Verbindungen führen, sie aber nicht ausfallen lassen. Lufthansa hatte bereits bei den vorangegangenen Streikwellen Management-Piloten und Freiwillige in ungenannter Zahl eingesetzt. Beim Streik vom vergangenen Mittwoch in München fanden auch sämtliche Interkontinental-Flüge statt.

"Unser Streik kreiert bei Lufthansa schon genug Chaos"

Absagen im Überseeverkehr sind wegen der nachlaufenden Flugausfälle besonders schmerzhaft für eine Airline. Lufthansa rief betroffene Fluggäste dazu auf, sich über die veränderten Zeiten zu informieren, und kündigte an, registrierte Kunden per SMS und E-Mail zu informieren.

Der Streik treffe Lufthansa auch ohne Flugausfälle hart genug, meinte hingegen VC-Sprecher Markus Wahl. Es sei im Prinzip abzusehen gewesen, dass die Fluggesellschaft die vom Ausfall bedrohten Langstreckenflügen mit einem erheblichen Dispositionsaufwand darstellen könne. Die nun im Einsatz befindlichen Managementpiloten würden ja eigentlich in anderen Funktionen gebraucht. "Unser Streik kreiert bei Lufthansa schon genug Chaos." Für künftige Runden stünden der VC noch weitere Mittel zur Verschärfung des Arbeitskampfes zur Verfügung wie der Verzicht auf Ankündigung, Befristung oder Beschränkungen auf eine Teilflotte. Der Rückhalt sei weiterhin stark.

Lufthansa hat noch kein konkretes Angebot vorgelegt

Mit dem Streik soll ein neuer Tarifvertrag zur von der Lufthansa gekündigten Übergangsversorgung erreicht werden, wie die VC mitteilte. Zu diesem komplexen Thema hatte die Lufthansa angekündigt, an diesem Montag ihren Mitarbeitern das bisherige, von der VC abgelehnte Angebot konkreter darzustellen. Dies sei am Morgen noch nicht geschehen, wie ein Sprecher sagte. Zu den Maßnahmen der Airline, am Dienstag dennoch ein Langstreckenangebot ab Frankfurt anzubieten, konnte der Sprecher noch nichts sagen.

Härteste Tarifauseinandersetzung der Lufthansa-Geschichte

Seit April hat die VC in vier Streikwellen bei Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings rund 4300 Flüge ausfallen lassen und die Reisepläne von über 480.000 Menschen durcheinandergebracht. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte hingegen gesagt, aus seiner Sicht griffen die Streiks nicht so wie geplant.

Laut dem Lufthansa-Vorschlag müssten die ab 2014 eingestellten Piloten die Mittel für einen frühzeitigen Übergang in die Rente selbst ansparen. Das Unternehmen will das frühestmögliche individuelle und das durchschnittliche Eintrittsalter für den Vorruhestand der Piloten auf mindestens 60 beziehungsweise 61 Jahre hochsetzen. Das entspreche dem Standard bei den übrigen europäischen Fluggesellschaften.

Keine Bahn-Streiks bis Oktober

Bahnreisende dürften unterdessen in den kommenden Wochen vorerst von weiteren Warnstreiks verschont bleiben. Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind zu einer Urabstimmung über neue Streiks aufgerufen, die Stimmen sollen am 2. Oktober gezählt werden. Bis dahin soll es laut GDL keine weiteren Warnstreiks geben.

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