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Deutsche Bank stoppt Boni für ihre Top-Manager

Vorstandsvergütung  

Deutsche Bank stoppt Boni für Top-Manager

30.09.2014, 13:52 Uhr | rtr

Deutsche Bank stoppt Boni für ihre Top-Manager. Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain (l.) und Jürgen Fitschen (Quelle: Reuters)

Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain (l.) und Jürgen Fitschen (Quelle: Reuters)

Die in rund tausend größere Rechtsstreitigkeiten verwickelte Deutsche Bank sperrt ihren Top-Managern nach Angaben aus Finanzkreisen bis auf weiteres die Boni. Der Aufsichtsrat unter Leitung von Paul Achleitner habe im Sommer beschlossen, dass frühere und aktive Vorstände des Geldhauses in diesem Jahr erhebliche Abstriche bei ihrer Vergütung verschmerzen müssten, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts".

Die langfristigen erfolgsabhängigen Gehaltskomponenten aus dem Jahr 2011, die für dieses Jahr teilweise zur Auszahlung anstünden, würden eingefroren. Hintergrund sei, dass sich die Rechtsrisiken derzeit kaum abschätzen ließen. Das Geldhaus wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Der Auszahlungsstopp betrifft dem Insider zufolge die amtierenden Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen sowie Finanzchef Stefan Krause und Privatkundenvorstand Rainer Neske, außerdem den früheren Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann sowie die Ex-Vorstände Hugo Bänziger und Hermann-Josef Lamberti.

Rückstelllungen in Milliardenhöhe

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten dürften zum Jahresende bei etwa drei Milliarden Euro liegen, wie der Vorstand mehrfach angedeutet hat. Zu den wichtigsten Fällen gehören US-Hypothekenklagen. Außerdem steht noch eine Strafe der angelsächsischen Regulierer wegen Tricksereien bei Referenzzinsen (Libor) aus, daneben laufen Untersuchungen wegen Manipulationen am Devisenmarkt. Vor allem letzteres könnte sich nach Einschätzung von Experten als sehr teuer erweisen.

Im Top-Management macht das Fixgehalt seit Jahren nur noch einen geringen Teil der Gesamtvergütung aus - der Löwenanteil entfällt auf die Boni, auch wenn die EU als Lehre aus der Finanzkrise hier inzwischen eine Obergrenze eingezogen hat. Für das Geschäftsjahr 2011 hatten die sieben Mitglieder des Vorstands laut "Handelsblatt" Bezüge von insgesamt 26,4 Millionen Euro kassiert, davon waren knapp 18 Millionen erfolgsabhängig.

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