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Bahn-Streik trifft ganz Deutschland: GDL will Arbeit niederlegen

Ganz Deutschland betroffen  

Lokführer wollen ab Dienstagabend streiken

07.10.2014, 17:28 Uhr | dpa-AFX

Bahn-Streik trifft ganz Deutschland: GDL will Arbeit niederlegen. Die Lokführer der Deutschen Bahn wollen ab Dienstagabend für eine Nacht bundesweit streiken (Quelle: dpa)

Die Lokführer der Deutschen Bahn wollen ab Dienstagabend für eine Nacht bundesweit streiken (Quelle: dpa)

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) will am Dienstagabend den Zugverkehr in ganz Deutschland für mehrere Stunden lahmlegen. Die GDL rief ihre Mitglieder zu einem neunstündigen flächendeckenden Streik von 21.00 Uhr bis Mittwochmorgen 6.00 Uhr auf. Das teilte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am frühen Dienstagmorgen mit.

Fern- und Regionalzüge sollen dann ebenso stillstehen wie Güterzüge und die von der Deutschen Bahn betriebenen S-Bahnen. Zum Streik aufgerufen sind unter anderem die Lokomotivführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn (DB).

Die Bahn nannte die Streikandrohung schon im Vorfeld völlig überflüssig. Personalvorstand Ulrich Weber wies den Vorwurf zurück, die Bahn verweigere Verhandlungen und treibe die Gewerkschaft in den Konflikt. "Der GDL-Führung geht es aber darum, das Terrain von Konkurrenzgewerkschaften erobern zu wollen. Dafür nimmt sie Schaden für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen in Kauf."

GDL lehnt Bahn-Vorschlag ab

In der vergangenen Woche hatte die DB ein neues Angebot gemacht, um Streiks noch abzuwenden. Demnach sollten die Verhandlungen ruhen, bis die Bundesregierung das geplante Gesetz zur Tarifeinheit auf den Weg gebracht hat. Bis dahin sollten die Lokführer zwei Prozent mehr Geld erhalten. In einem Brief von Gewerkschaftschef Claus Weselsky an die Arbeitgeber vom Montag hieß es dazu: "Übersetzt heißt das: 'Nehmt die Brosamen des Arbeitgebers, bevor euch die Regierung mit einem Gesetz zur Tarifeinheit endgültig den Garaus macht!'"

Die Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Verhandlungen darüber scheiterten jedoch daran, dass die GDL auch für das übrige Personal im Zug verhandeln will, etwa für Zugbegleiter und Speisewagen-Mitarbeiter. Die Bahn lehnt das ab. Die GDL rivalisiert dabei mit der größeren der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). In der vergangenen Woche war nach den bisherigen Warnstreiks eine Urabstimmung über reguläre Streiks zu Ende gegangen. 91 Prozent stimmten für den Arbeitskampf.

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