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Nach GDL nun Cockpit: Streik bei Lufthansa

Montagmittag bis Dienstagnacht  

19.10.2014, 15:11 Uhr | t-online.de, dpa, rtr

Nach GDL nun Cockpit: Streik bei Lufthansa. Erneuter Streik der Lufthansa-Piloten (Quelle: dpa)

Erneuter Streik der Lufthansa-Piloten (Quelle: dpa)

Zwar plant die Lokführergewerkschaft GDL für nächste Woche keine Streikaktionen mehr. Dafür haben jetzt die Piloten bei der Lufthansa ihren nächsten Streik angekündigt. Die Piloten wollen von Montag, 13.00 Uhr, bis Dienstag um kurz vor Mitternacht die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mitteilte.

Von dem 35-Stunden-Streik seien deutschlandweit alle Passagier-Flüge mit Maschinen für die Kurz- und Mittelstrecke der Airbus 320-Familie, Boeing 737 und Embraer betroffen. Langstreckenflüge und Flüge der Lufthansa-Billigtochter Germanwings, die erst vergangene Woche bestreikt wurde, seien bei der neuen Arbeitsniederlegung ausgenommen. Der nun angekündigte Streik ist bereits der achte der Lufthansa-Piloten seit April. "Es ist traurig, dass wir nun zum achten Mal streiken müssen", sagte Gewerkschaftssprecher Markus Wahl.

Hier erfahren Sie, wie Sie sich als Lufthansa-Kunde im Fall des Piloten-Streiks verhalten sollten

Deutschland zur "Stilstand-Nation" machen

Auf Anfrage von t-online.de sagte Lufthansa-Sprecher Christian Gottschalk, dass man bemüht sei, die Kunden der Airline so schnell wie möglich über Flugausfälle zu informieren. Weiter sagte Gottschalk, dass die Vereinigung Cockpit mit dem erneuten Streik versuche, Deutschland zu einer "Stillstand-Nation" zu machen. Das könne sich eine Wirtschaftsnation wie Deutschland nicht leisten.

Umso dramatischer ist der neueste Streik der Piloten, weil am Montag in sieben Bundesländern der erste Tag der Herbstferien ist, in zwei weiteren dauern sie an. Bereits am Wochenende hatte ein Streik der Lokführer Reisende und Urlauber empfindlich getroffen.

Drastische Einbußen wegen Streiks

Cockpit kämpft gegen die Pläne der Konzernleitung für eine Ausweitung der Billig-Ableger sowie für die Beibehaltung der Frührentenregelung für Piloten. Die Lufthansa sieht sich wegen der harten Konkurrenz nicht mehr in der Lage, die im Branchenvergleich großzügigen Vorruhestandsregeln zu finanzieren. Die Gewinneinbußen durch die Streiks summieren sich für die Lufthansa bislang auf mindestens 70 Millionen Euro.

Den Vorschlag der Lufthansa, die Altersgrenze individuell anhand der Dienstjahre eines Piloten festzulegen, wies die Gewerkschaft zurück. Cockpit beklagte, die Fluggesellschaft habe die Kompromissvorschläge nicht aufgegriffen und mauere. Das Unternehmen müsse seine "Blockadehaltung" aufgeben.

Für Beibehaltung der Frührentenregelung

Erst am vergangenen Donnerstag hatte das Lufthansa-Tochterunternehmen Germanwings im Zuge eines zwölfstündigen Streiks seiner Piloten zahlreiche Flüge, vor allem im Inland, gestrichen. 100 Flüge fielen aus, 13.000 Passagiere waren betroffen.

Seit April mussten nach Angaben der Lufthansa wegen der Pilotenstreiks bereits mehr als eine halbe Million Passagiere von Lufthansa und Germanwings ihre Reisepläne ändern. Auch bei der Frachtsparte Lufthansa Cargo hatten die Piloten schon ihre Arbeit niedergelegt. In dem Tarifkonflikt zeichnete sich auch nach sieben Streikwellen keine Lösung ab.

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