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Lufthansa-Piloten drohen mit weiterem Streik - 1511 Flüge gestrichen

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Frankfurter Airport lahmgelegt  

Lufthansa-Piloten drohen mit weiteren Streiks

21.10.2014, 14:31 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Lufthansa-Piloten drohen mit weiterem Streik - 1511 Flüge gestrichen. Am Flughafen in Frankfurt geht fast gar nichts mehr (Quelle: dpa)

Am Flughafen in Frankfurt geht fast gar nichts mehr (Quelle: dpa)

Die Piloten der Lufthansa haben ihren Streik am Dienstag fortgesetzt und zusätzlich auf Langstreckenflüge ausgeweitet. Am Frankfurter Flughafen wurden fast sämtliche Langstreckenflüge gestrichen. Auch der Großteil der Kurz- und Mittelstreckenflüge ab Frankfurt findet nicht statt. Dagegen werde am zweiten Lufthansa-Drehkreuz München rund die Hälfte der Kurz-, Mittel- und Langstrecken bedient, teilte das Unternehmen mit. Derweil hat die Piloten-Vereinigung Cockpit weitere Streiks in dieser Woche nicht ausgeschlossen.

Noch während des laufenden Streiks hat Cockpit der Lufthansa mit weiteren Streiks gedroht: "Wir schließen weitere Streiks in dieser Woche explizit nicht aus, falls sich die Lufthansa nicht bewegt", sagte Cockpit-Vorstand Markus Wahl. Er hoffe aber, dass die Lufthansa bald ein neues Angebot vorlege. In dem Arbeitskampf, der sich seit sieben Monaten hinzieht, geht es um die bezahlte Frührente der rund 5400 Piloten. Die Lufthansa hält alte Pensionszusagen auf Dauer für unbezahlbar. An der Börse gehörte die Lufthansa-Aktie zu den größten Tagesgewinnern.

1511 Flüge gestrichen

Insgesamt hat die Lufthansa an den beiden Streiktagen am Montag und Dienstag 1511 von 2333 Flügen gestrichen. Betroffen sind davon nach Unternehmensangaben 166.000 Passagiere. Der Streik der Piloten hatte am Montag um 13 Uhr zunächst mit Kurz- und Mittelstreckenflügen begonnen und soll am Dienstagabend um 23.59 Uhr enden.

Live-Auskunft der Lufthansa: Hier erfahren Sie, ob Ihr Flug gestrichen wurde.

Derweil sei der erste Tag des Streiks nach Unternehmens-Angaben ohne negative Überraschungen verlaufen. Der Sonderflugplan habe wie geplant umgesetzt werden können. Zudem seien rund 90.000 Kunden per E-Mail oder SMS über geplante Änderungen oder Ausfälle informiert worden.

UMFRAGE
Was halten Sie vom erneuten Streik der Lufthansa-Piloten?

Durch nicht streikende Piloten, Flugkapitäne aus dem Management und andere Gesellschaften der Lufthansa-Gruppe könnten aber 84.000 dieser Passagiere an ihre Ziele gebracht werden.

Hier erfahren Sie, wie Sie sich als Lufthansa-Kunde im Fall des Streiks verhalten sollten.

Schaden für die Lufthansa

Luftfahrt-Experten beziffern den direkten Schaden für die Lufthansa aus dem siebenmonatigen Arbeitskampf bislang auf 100 Millionen Euro. Ein Rückgang der Flugbuchungen in Folge der Ausstände ist noch nicht mitgerechnet. Um den jüngsten Streik in letzter Minute zu verhindern, hatte die Lufthansa gegen Cockpit geklagt. Der Antrag auf ein Verbot der Arbeitsniederlegung wurde jedoch vom Hessischen Landesarbeitsgericht abgeschmettert.

Die Flugzeugführer kämpfen für die Beibehaltung der Frührentenregelung für die Piloten. Die Lufthansa sieht sich wegen harter Konkurrenz außerstande, die im Branchenvergleich großzügigen Vorruhestandsregeln weiter zu finanzieren. Bislang konnten die Piloten frühestens mit 55 Jahren das Steuer aus der Hand legen - durchschnittlich starten sie mit 59 Jahren in die Rente. Die Lufthansa will den Schnitt auf 61 Jahre erhöhen. Zudem kämpfen die Piloten gegen Pläne der Konzernleitung für neue Billig-Fluglinie.

"Schwerwiegende Auswirkungen"

Derweil hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angesichts der Streiks der Lufthansa-Piloten und der Lokführer der Bahn vor schwerwiegenden Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur gewarnt. "Wenn Menschen nicht zur Arbeit kommen und Güter nicht transportiert werden, dann leidet auch die Wirtschaft", sagte Dobrindt der "Bild".

"Unsere Verkehrswege sind das zentrale Nervensystem unseres Landes. Daran hängen Wohlstand, Wachstum und Arbeitsplätze. Dieses Nervensystem darf nicht lange lahmgelegt werden, eine Dauerblockade würde der Konjunktur sehr schaden", so der Minister.

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