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Lufthansa und Bahn: An der Streikfront herrscht Ruhe - zumindest vorerst

Lufthansa und Bahn  

An der Streikfront herrscht Ruhe - zumindest vorerst

24.10.2014, 16:58 Uhr | t-online.de, dpa

Lufthansa und Bahn: An der Streikfront herrscht Ruhe - zumindest vorerst. Die Lufthansa und die Vereinigung Cockpit signalisieren Gesprächsbereitschaft (Quelle: dpa)

Die Lufthansa und die Vereinigung Cockpit signalisieren Gesprächsbereitschaft (Quelle: dpa)

Lufthansa-Passagiere können hoffen: Nach acht Streikwellen der Piloten wollen sich die Tarifparteien wieder an einen Tisch setzen. Derweil herrscht auch im Tarifstreit der Lokführer vorerst Ruhe an der Streikfront. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre zunächst für diese Woche ausgerufene Streikpause verlängert und will nun bis einschließlich 2. November auf einen Ausstand verzichten.

Streikpause will bis einschließlich Montag nicht streiken, wie ein GDL-Sprecher klarstellte.

Lufthansa, die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und ein Moderator suchen derzeit nach einem gemeinsamen Termin, wie ein Lufthansa-Sprecher sagte. Bei den Gesprächen mit der Pilotengewerkschaft soll es Lufthansa zufolge vor allem um einen neuen Vergütungstarifvertrag gehen.

Piloten bleiben streikbereit

Der aktuelle Konflikt dreht sich zwar um den Vorruhestand der Flugkapitäne. "Entscheidend ist aber, dass wir überhaupt wieder ins Gespräch kommen, egal über welches Thema", sagte ein VC-Sprecher. Man bleibe streikbereit, hoffe aber auf konstruktive Gespräche. Insgesamt gebe es derzeit 15 Baustellen.

Die Lufthansa hatte nach Angaben des Unternehmenssprechers die Pilotengewerkschaft während der achten Streikwelle Anfang der Woche eingeladen, über offene Themen zu diskutieren. VC habe Gespräche über die Vergütung der Piloten vorgeschlagen. "Wir begrüßen das", sagte der Lufthansa-Sprecher.

Im Konflikt um die Übergangsversorgung der Piloten mussten Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings seit April insgesamt rund 5900 Flüge wegen Streiks der Flugkapitäne streichen. Davon waren nach Angaben der Fluggesellschaft etwa 660.000 Passagiere betroffen. Die achte Streikwelle war nach 35 Stunden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu Ende gegangen.

Bahn und GDL: noch kein Verhandlungstermin

Die Lokführer-Gewerkschaft hatte nach dem jüngsten zweitägigen Ausstand am vergangenen Wochenende eine siebentägige Streikpause angekündigt und diese nun verlängert. Damit solle der Deutschen Bahn Gelegenheit gegeben werden, "den Tarifkonflikt durch einen Einstieg in die inhaltlichen Verhandlungen für alle GDL-Mitglieder bei der DB zu entschärfen", teilte die Gewerkschaft mit.

Die GDL will mit der Bahn über sämtliche Berufsgruppen verhandeln - nicht nur für die Lokführer. Für andere Beschäftigte, zum Beispiel Zugbegleiter und Mitarbeiter der Bordrestaurants, war bislang die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zuständig. Seit im Sommer ein Kooperationsabkommen der beiden Organisationen auslief, streiten sie darüber, wer für welche Berufsgruppen Tarifverhandlungen führen darf. Die Bahn will konkurrierende Tarifverträge unbedingt vermeiden.

Die Mehrheit der Bundesbürger hat laut ZDF-Politbarometer kein Verständnis für die Ausstände. Demnach sind 57 Prozent mit den Streiks der Lokführer und 72 Prozent mit den Arbeitsniederlegungen der Piloten nicht einverstanden. Allgemein sind 59 Prozent der Ansicht, dass es gesetzliche Einschränkungen geben sollte, damit Gewerkschaften, die nur einen kleinen Teil der Beschäftigen eines Unternehmens vertreten, nicht das gesamte Unternehmen lahmlegen können.

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