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Lufthansa beziffert Streikkosten auf 170 Millionen Euro

Arbeitskampf der Piloten  

Lufthansa beziffert Streikkosten auf 170 Millionen Euro

30.10.2014, 12:31 Uhr | AFP

Lufthansa beziffert Streikkosten auf 170 Millionen Euro. Die Lufthansa hat im aktuellen Geschäftsbericht Angaben zu den Streikkosten des Jahres gemacht (Quelle: Reuters)

Die Lufthansa hat im aktuellen Geschäftsbericht Angaben zu den Streikkosten des Jahres gemacht (Quelle: Reuters)

Die Streikwellen der Lufthansa-Piloten in den vergangenen Monaten haben das Unternehmen rund 170 Millionen Euro gekostet. Diese Summe nannte der Konzern in seinem Geschäftsbericht für das dritte Quartal, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Am anvisierten Gewinnziel von rund einer Milliarde Euro im Kerngeschäft in diesem Jahr werde trotzdem festgehalten, teilte die Fluggesellschaft mit.

Für kommendes Jahr verabschiedete sich die Lufthansa jedoch vom zuvor ausgegebenen Gewinnziel von rund zwei Milliarden Euro. Stattdessen werde nun lediglich mit einem Abschluss gerechnet, der "deutlich" über dem Ergebnis von 2014 liege, erklärte der Konzern. Grund dafür seien vor allem "sich allgemein abschwächende gesamtwirtschaftliche Wachstumsprognosen". Ein konkretes Gewinnziel für 2015 will die Lufthansa erst nach dem Jahreswechsel nennen. Die Lufthansa-Aktie reagierte mit einem starken Minus von mehr als fünf Prozent.

Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr erklärte, es müssten Lösungen gefunden werden, "die die nachhaltige Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens auch in den kommenden Jahrzehnten gewährleisten. Diese Maßgabe können wir auch bei den laufenden Tarifgesprächen nicht außer Acht lassen."

Streiks seit März

Die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatten im März in einer Urabstimmung für Streiks votiert. Seitdem legten sie mehrfach die Arbeit nieder, meistens im Passagier-, teilweise auch im Güterverkehr. Zuletzt streikten die Piloten vor gut einer Woche.

Im Mittelpunkt des Tarifkonflikts steht ein Streit über die sogenannte Übergangsversorgung, die es bislang noch etwa jedem zweiten Piloten des Konzerns erlaubt, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Die Lufthansa will die Altersgrenze anheben, Cockpit lehnt dies ab. Eine Lösung zeichnet sich bislang nicht ab.

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