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Bahnstreik: GDL droht der Bahn mit neuen Ausfällen

Gabriel fordert Schlichtung  

GDL droht bereits mit neuen Ausständen

08.11.2014, 14:43 Uhr | dpa , AP , AFP

Bahnstreik: GDL droht der Bahn mit neuen Ausfällen. Eine ICE-Lok bei der Durchfahrt durch einen Provinzbahnhof: Stehen die Räder bald wieder still? (Quelle: dpa)

Eine ICE-Lok bei der Durchfahrt durch einen Provinzbahnhof: Stehen die Räder bald wieder still? (Quelle: dpa)

Kurz vor dem Streikende am Samstagabend hat die Lokführer-Gewerkschaft GDL mit weiteren Ausständen gedroht. Der Bezirksvorsitzende der GDL Berlin-Sachsen-Brandenburg, Frank Nachtigall, sagte am Samstag im rbb-Inforadio, bislang sei mit der Bahn "noch über nichts Inhaltliches geredet" worden.

Die Bahn beharre immer noch auf der Position, dass die GDL nicht für alle Mitglieder Tarifabschlüsse aushandeln dürfe. Wenn die Bahn an der Stelle nicht einlenke "wird es tatsächlich wieder zu Ausständen kommen", sagte Nachtigall.

Konkurrenz unter Gewerkschaften

Im Tarifstreit mit der Bahn hatten die GDL-Lokführer ihre Arbeit am Mittwoch im Güterverkehr niedergelegt und im Personenverkehr in der Nacht zu Donnerstag. Am Freitag gab die GDL dann überraschend bekannt, dass sie ihren Streik schon am Samstag um 18:00 Uhr und nicht wie geplant am Montagmorgen um 04:00 Uhr beenden werde. Zuvor war die Deutsche Bahn im zweiten und letzten Anlauf mit ihrem Versuch gescheitert, den Streik juristisch zu stoppen.

Die GDL will für das gesamte Zugpersonal verhandeln dürfen, nicht mehr nur für die Lokführer. Sie konkurriert dabei mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

Gabriel: Es geht nur am Rande um höhere Löhne

Derweil hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Gewerkschaften zu einer Schlichtung aufgerufen. Das Streikrecht sei ein hohes Gut, mit dem die deutschen Gewerkschaften verantwortlich umgingen, sagte der SPD-Bundesvorsitzende am Samstag beim Landesparteitag der hessischen SPD in Hofheim am Taunus.

Doch im aktuellen Konflikt gehe es nur am Rande um höhere Tariflöhne. Gestritten werde um den Einfluss der Gewerkschaften bei der Bahn, sagte er, ohne die Lokführergewerkschaft GDL und die Eisenbahnergewerkschaft EVG ausdrücklich zu nennen.

Riexinger sieht Bahn in der Pflicht

Er erwarte aber, dass eine Gewerkschaft, die mit einem Streik auch volkswirtschaftlichen Schaden verursache, vorher einen Schlichtungsversuch unternehme. Die GDL hat vor Gericht zweimal bestätigt bekommen, dass ihr seit Mittwoch laufender Streik rechtmäßig ist. Sie will den Ausstand am Samstagabend beenden.

Dagegen sieht Linke-Chef Bernd Riexinger die Bahn in der Pflicht. Sie müsse ein "verhandlungsfähiges Angebot" vorlegen, sagte Riexinger. Es müsse dabei um bessere Löhne sowie bessere Arbeitsbedingungen der Lokführer gehen. Zudem müsse eine Regelung gefunden werden, die nicht eine Gewerkschaft zu einer "Kapitulation" dränge, sagte Riexinger.

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