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Nach GDL droht jetzt auch Gewerkschaft EVG mit Bahn-Streik

Züge könnten erneut stehen  

Jetzt droht die Bahn-Gewerkschaft EVG mit Streik

16.11.2014, 12:40 Uhr | t-online.de, AFP, dpa

Nach GDL droht jetzt auch Gewerkschaft EVG mit Bahn-Streik. Für Bahnkunden könnte der Albtraum um stehende Züge in eine neue Runde gehen (Quelle: dpa)

Für Bahnkunden könnte der Albtraum um stehende Züge in eine neue Runde gehen (Quelle: dpa)

Bei der Deutschen Bahn könnte es bald wieder Streiks geben. Diesmal jedoch nicht von der Lokführergewerkschaft GDL, sondern von Mitgliedern der konkurrierenden Gewerkschaft EVG. Ihr Vorsitzender Alexander Kirchner warnte die Bahn-Führung und die GDL davor, sich auf Kosten seiner Organisation zu einigen.

"Es kann nicht die Lösung sein, am Ende zwei Tarifverträge mit unterschiedlichen Inhalten zu haben", sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Dann werden wir für unsere Interessen eintreten, notfalls mit einem Arbeitskampf." Die Bahn will am Dienstag und Freitag mit den Gewerkschaften verhandeln, nachdem die GDL kürzlich mit einem Streik große Teile des Zugverkehrs lahmgelegt hatte.

Knackpunkt: konkurrierende Tarifregelungen

Die Lokführergewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld für das Zugpersonal für zwölf Monate und eine von 39 auf 37 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit ab Januar 2015. Der Knackpunkt ist aber, dass die GDL für ihre Mitglieder beim gesamten Zugpersonal verhandeln will und nicht nur für die Lokführer unter ihnen. Die Zugbegleiter werden aber auch von der EVG vertreten, die bislang in diesem Bereich alleine die Tarifverträge ausgehandelt hat.

Derweil fordert die EVG für ihre 100.000 Mitglieder bei der Bahn sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Gleichzeitig pocht die EVG darauf, dass es keine konkurrierenden Tarifregelungen für eine Berufsgruppe gibt. "Tarifkonkurrenz ist für das Unternehmen nicht gut und für die Beschäftigten auch nicht", sagte Kirchner dem "Tagesspiegel".

Er hob aber zugleich hervor, dass seine Gewerkschaft mit "zwei inhaltsgleichen Tarifverträgen" kein Problem habe. Allerdings würde seiner Ansicht nach der Konflikt in ein oder zwei Jahren "wieder hochkochen".

Streik vorzeitig beendet

Die GDL hatte ihren zunächst für vier Tage angesetzten Streik bei der Bahn am Samstag vergangener Woche vorzeitig beendet - nach 64 Stunden im Personenverkehr und 75 Stunden im Güterverkehr. Zuvor hatten die Arbeitsgerichte in zwei Instanzen die Rechtmäßigkeit des Arbeitskampfs bestätigt.

Bei den Verhandlungen bietet die Bahn den Lokführern 2,1 Prozent mehr Geld ab 1. Dezember 2014, dann 1,5 Prozent im Juli 2015 und 1,4 Prozent im Juli 2016. Außerdem soll es für die fünf Monate nach Auslaufen des bisherigen Tarifvertrags im Juni 2014 einen Einmalbetrag von 325 Euro geben. Der EVG hat sie bislang kein Angebot unterbreitet. Die Bahn will ebenfalls verschiedene Regelungen für eine Berufsgruppe vermeiden.

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