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Deutsche Bahn: Streikt nach der GDL jetzt die EVG?

Spitzengespräch gescheitert  

Bei der Bahn drohen neue Streiks

19.11.2014, 11:52 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

Deutsche Bahn: Streikt nach der GDL jetzt die EVG?. Der Konflikt zwischen den beiden Bahn-Gewerkschaften EVG und GDL ist weiter ungelöst (Quelle: dpa)

Der Konflikt zwischen den beiden Bahn-Gewerkschaften EVG und GDL ist weiter ungelöst (Quelle: dpa)

Die beiden Bahn-Gewerkschaften EVG und GDL werden keine gemeinsamen Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn führen. Ein Spitzengespräch am späten Dienstagabend in Köln brachte keine Einigung. Damit drohen Bahnkunden wieder neue Streiks. Es sei nicht gelungen, sich auf ein Verfahren für künftige gemeinsame Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu verständigen, berichtete die EVG.

"Wir hatten die Chance, die Spaltung der Belegschaft zu verhindern, das ist am Widerstand der GDL gescheitert", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Er hatte sich mit dem Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, und Bahn-Vorstand Ulrich Weber getroffen. Die GDL äußerte sich bislang nicht.

Nun werden an diesem Freitag in Frankfurt getrennte Tarifverhandlungen geführt. Die Bahn wird nach eigenen Angaben zunächst mit der EVG verhandeln und anschließend mit der GDL. Sie werde beiden Gewerkschaften bis Freitag jeweils ein Angebot zu deren Forderungen vorlegen, kündigte das bundeseigene Unternehmen an.

EVG gegen unterschiedliche Tarifverträge

Die EVG habe es in dem Spitzengespräch erneut abgelehnt, dass es bei der Bahn "innerhalb einer Berufsgruppe unterschiedliche Tarifverträge gibt", erläuterte Kirchner. Die EVG stehe für Tarifeinheit und werde "für dieses Ziel mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen".

Die Bahn stellte fest, bei dem Treffen sei "kein Einvernehmen über parallele Verhandlungen wie zum Beispiel im öffentlichen Dienst erzielt" worden. Ziel des Unternehmens bleibe es aber, konkurrierende Regelungen für eine Berufsgruppe zu vermeiden.

Erklärtes Ziel der GDL ist es, eigene Tarifverträge für ihre Mitglieder beim gesamten Zugpersonal durchzusetzen - etwa für Zugbegleiter oder für Lokrangierführer. Für die Lokführer hat die Gewerkschaft das bereits vor Jahren erreicht.

Für ihr Anliegen hatte die GDL seit Anfang September sechs Mal zum Streik aufgerufen. Dadurch wurde der Bahnverkehr jeweils empfindlich getroffen, etwa zwei Drittel der Personenzüge fielen aus. Auch die EVG hatte am Wochenende mit Streik gedroht.

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