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Lufthansa in Zugzwang: Pilotengewerkschaft Cockpit droht mit Streiks

Tarifverhandlungen erneut gescheitert  

Lufthansa droht neuer Streik noch vor Weihnachten

29.11.2014, 10:41 Uhr | dpa

Lufthansa in Zugzwang: Pilotengewerkschaft Cockpit droht mit Streiks. In der Vorweihnachtszeit könnten wieder viele Lufthansa-Maschinen am Boden bleiben (Quelle: dpa)

Streik auch am Samstag: Die Pilotengewerkschaft Cockpit lässt nicht locker. (Quelle: dpa)

Lufthansa-Reisende müssen sich in der Vorweihnachtszeit auf neue Streiks einstellen. Die Tarifverhandlungen der Vereinigung Cockpit (VC) mit der Fluglinie um die Übergangsversorgung der Piloten scheiterten erneut.

"Ab sofort muss jederzeit wieder mit Streikmaßnahmen bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gerechnet werden", teilte die Piloten-Gewerkschaft mit. Diese hatte ihre Mitglieder in diesem Jahr bereits acht Mal zum Ausstand aufgerufen.

Die Lufthansa betonte, das Management sei weiter gesprächsbereit. "Wir sind davon überzeugt, dass zukunftsfähige Lösungen nur gemeinsam und am Verhandlungstisch gefunden werden können und setzen deshalb weiterhin auf konstruktive Gespräche", sagte Sprecher Christoph Maier.

Gewerkschaft sieht keine Fortschritte

Die Piloten-Gewerkschaft kritisierte jedoch, in mehreren Verhandlungsrunden seit dem letzten Streik im Oktober seien keine echten Fortschritte erzielt worden. Leider habe das Management der Lufthansa die Kompromissvorschläge der Piloten nicht aufgegriffen und beharre auf Maximalforderungen, hieß es in der Cockpit-Erklärung weiter.

"Es wurde deutlich, dass es dem Management nicht um Lösungen geht, sondern darum, ein autokratisches Führungsmodell wie bei den Airlines der Golf-Staaten durchzusetzen", sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg. "In einem solchen haben Ansprüche wie Mitbestimmung und gemeinsame Gestaltung von Tarifbedingungen mit dem Personal keinen Raum."

Streiks kosten Lufthansa bislang 170 Millionen Euro

Lufthansa und Cockpit streiten vor allem um die Übergangsversorgung für rund 5400 Piloten im Konzern. Die Fluggesellschaft will, dass ihre Piloten künftig frühestens mit 60 statt wie bisher mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Die Piloten wehren sich dagegen. Strittig sind zusätzlich die Gehälter der Piloten und die künftige Billig-Strategie des neuen Konzernchefs Carsten Spohr, die von den Piloten nicht mitgetragen wird.

In der Tarifauseinandersetzung hatten Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings seit April knapp 6000 Flüge wegen Arbeitsniederlegungen der Flugkapitäne streichen müssen. Davon waren nach Angaben der Fluggesellschaft von Ende Oktober etwa 660.000 Passagiere betroffen. Die Kosten bezifferte das Unternehmen auf bislang rund 170 Millionen Euro.

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