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Lufthansa untersagt Versammlung der Piloten auf eigenem Gelände

Verhärtete Fronten im Tarifstreit  

Piloten: Lufthansa behindert Personalversammlung

02.12.2014, 12:05 Uhr | dpa-AFX

Lufthansa untersagt Versammlung der Piloten auf eigenem Gelände. So wie in Frankfurt herrscht wegen des Piloten-Streiks an deutschen Flughäfen bisweilen besinnliche Ruhe (Quelle: dpa)

So wie in Frankfurt herrscht wegen des Piloten-Streiks an deutschen Flughäfen bisweilen besinnliche Ruhe (Quelle: dpa)

Im Tarifstreit bei der Lufthansa liegen die Nerven der gegnerischen Parteien offenbar blank. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wirft dem Unternehmen vor, eine langfristig für den Dienstagnachmittag geplante Personalversammlung illegal zu behindern. Das Unternehmen habe der Personalvertretung untersagt, die Veranstaltung wie geplant auf dem Lufthansa-Stützpunkt am Frankfurter Flughafen stattfinden zu lassen. Der Vorfall zeigt, wie verhärtet die Fronten in dem Tarifstreit mittlerweile sind.

"Wir werden trotzdem hingehen", erklärte VC-Sprecher Jörg Handwerg. Der Arbeitgeber müsse solche Versammlungen auch zu Streikzeiten auf seinem Gelände dulden. Derweil begründete die Lufthansa ihren Schritt damit, schwelende Konflikte zwischen einzelnen Mitarbeitergruppen nicht anfachen zu wollen.

In Flughafenhotel ausweichen

Deshalb habe man die Personalvertretung der Piloten gebeten, in einen von Lufthansa angemieteten Raum in einem Flughafenhotel auszuweichen. Es gehe nicht darum, die Veranstaltung zu behindern, sagte ein Sprecher.

Am Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt herrschte am Dienstagmorgen meist Stillstand. Wie auch in München hat die Pilotengewerkschaft ihren Kurzstrecken-Streik vom Vortag auf alle Lufthansa-Flüge inklusive der Fernverbindungen ausgeweitet. Der Ausstand solle bis Mitternacht andauern. Die Frachtsparte Lufthansa Cargo reagierte mit Flugverlegungen auf die Streikdrohung, komplett absagen musste sie nach Firmenangaben keinen Frachtflug.

Scheinbar unlösbarer Streit um Vorruhestand

Die Verhandlungen zwischen VC und der Fluggesellschaft waren in der Nacht zum Samstag erneut gescheitert. Derzeit gehen die Piloten im Durchschnitt mit knapp 59 Jahren in den allein von der Firma bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will diesen Schnitt für Bestandspiloten schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Die VC verlangt auch für neu eingestellte Piloten finanzielle Unterstützung zum Vorruhestand.

Unterdessen kritisierte VC-Sprecher Handwerg die Verhandlungsführung der Lufthansa. "Piloten sollen eingeschüchtert werden und Angst haben. Nach dem Motto: Sie bekommen das, was wir ihnen zugestehen, und nicht mehr", sagte er dem "Tagesspiegel". Auch die Piloten wollten "ihren Beitrag zur gedeihlichen Entwicklung der Lufthansa leisten", fügte er hinzu. Das gehe aber nicht, wenn der Vorstand gegen das Personal agiere und "Tarifstrukturen zerschlagen will".

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