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Lufthansa-Streik am Donnerstag trifft Langstrecken- und Frachtflüge

Langstrecke und Frachtflüge  

Lufthansa-Piloten streiken auch am Donnerstag

03.12.2014, 13:34 Uhr | AFP, rtr, dpa

Lufthansa-Streik am Donnerstag trifft Langstrecken- und Frachtflüge. Die Piloten der Lufthansa sind einen weiteren Tag im Ausstand. (Quelle: dpa)

Die Piloten der Lufthansa sind einen weiteren Tag im Ausstand. (Quelle: dpa)

Die Piloten der Lufthansa wollen bereits am Donnerstag erneut streiken. Der Ausstand soll Langstrecken- und Frachtflüge betreffen und von 3 Uhr bis Mitternacht dauern, teilte die Pilotenvereinigung Cockpit mit.

Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings sowie Kurz- und Mittelstreckenflüge sollen demnach nicht betroffen sein.

"Erhebliche Differenzen"

Zur Begründung hieß es, die jüngsten Verhandlungsrunden mit der Geschäftsleitung zur Übergangsversorgung hätten gezeigt, "dass es nach wie vor trotz wiederholter Arbeitsniederlegungen erhebliche Differenzen gibt". Cockpit erwarte "ein klares Bekenntnis des Managements zur Ausgestaltung fairer Bedingungen für die jungen Piloten".

Die Lufthansa reagierte "mit vollkommenem Unverständnis" auf die neue Streikankündigung. Damit werde dem Unternehmen und insbesondere seinen Kunden "zum zweiten Mal in dieser Woche großer Schaden (...) zugefügt", teilte ein Konzernsprecher mit.

Die Piloten hatten den Flugverkehr von Deutschlands größter Airline bereits seit Montag massiv eingeschränkt. Zunächst wurden Kurz- und Mittelstreckenverbindungen bestreikt, in der Nacht zum Dienstag wurde der Ausstand dann auf Langstreckenflüge ausgeweitet. Die Lufthansa musste insgesamt rund 1450 Flüge streichen, etwa 150.000 Passagiere waren betroffen.

Streit um Frührente und Billigflüge

Der Arbeitskampf läuft bereits seit Monaten. Knackpunkt ist eine Auseinandersetzung um die betriebliche Frührente. Die Lufthansa will die Altersgrenze von 55 Jahren anheben, mit der Lufthansa-Piloten bislang in den bezahlten Frühruhestand gehen können und weiter bis zur gesetzlichen Rente 60 Prozent ihrer Bezüge erhalten.

Derzeit gehen die Piloten im Durchschnitt mit knapp 59 Jahren in den allein von der Lufthansa bezahlten Vorruhestand. Der Konzern will diesen Schnitt schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Zudem verlangt Cockpit auch für neu eingestellte Piloten finanzielle Unterstützung zum Vorruhestand.

Hinter den Kulissen schwelt zudem ein Streit über den künftigen Kurs des Konzerns. Die Lufthansa will mit dem "Wings"-Konzept auf mehr Strecken Billigflüge anbieten. Das Personal von "Wings" soll nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt werden, sondern schlechter.

Aufsichtsrat berät am Mittwoch

Die Fluggesellschaft hält bislang an den Umbauplänen fest. An diesem Mittwoch wird der Aufsichtsrat des Konzerns über das Konzept einer starken Billigflugsparte beraten, wie das Unternehmen noch einmal bestätigte. Nach den bislang bekannten Plänen will Lufthansa-Chef Carsten Spohr eine neue Gesellschaft für billige Langstreckenflüge sowie eine Stärkung der bisherigen Marken Germanwings und Eurowings durchsetzen.

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