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GDL teilt Streikpause bis Januar mit und fordert neues Angebot

GDL fordert neues Angebot  

Nach den Weihnachtsferien massive Bahnstreiks möglich

04.12.2014, 16:58 Uhr | dpa, AFP

GDL teilt Streikpause bis Januar mit und fordert neues Angebot. Stillstand bei der Bahn: Mitten im Winter könnte die GDL massiv streiken (Quelle: dpa)

Stillstand bei der Bahn: Mitten im Winter könnte die GDL massiv streiken (Quelle: dpa)

Gute Nachricht für Bahnreisende: Die Lokführer-Gewerkschaft GDL setzt ihre Streiks bei der Deutschen Bahn vom 19. Dezember bis einschließlich 11. Januar 2015 aus. Gleichzeitig setzte GDL-Chef Claus Weselsky dem Konzern eine Frist bis zum 17. Dezember, um ein neues, "erheblich verbessertes" Angebot vorzulegen. Es müsse auf die Forderungen der GDL zur Arbeitszeit und zur Arbeitsbelastung der 37.000 Beschäftigten des Zugpersonals eingehen.

Die Bahn müsse zudem anerkennen, dass die GDL einen verfassungsmäßig gesicherten Anspruch auf einen eigenständigen Tarifvertrag für ihre Mitglieder besitze, verlangte Weselsky. Falls die Bahn nicht endlich ergebnisoffene Verhandlungen anbiete, werde die GDL nach dem 11. Januar "massive Arbeitskämpfe" führen. Das wäre dann eine schlechte Nachricht für Bahn-Kunden.

Kritik an jüngstem Bahn-Angebot

Die GDL forderte neben dem verbesserten Angebot auch, dass darüber bis zum 17. Dezember schon mindestens ein Mal verhandelt werden müsse. "Wir geben der DB damit eine letzte Chance, endlich Farbe zu bekennen und massive Arbeitskämpfe zu verhindern", erklärte Weselsky.

Er kritisierte einerseits den Inhalt des jüngsten Bahn-Angebots, das "nicht eine einzige Verbesserung" für Lokführer und Zugbegleiter und nur ein "schwaches Entgeltangebot" vorsehe. Andererseits kritisierte Weselsky erneut, dass die Bahn unterschiedliche Tarifbestimmungen innerhalb einer Berufsgruppe ausschließen will.

EVG hat eigene Forderungen

In dem festgefahrenen Tarifstreit bei der Bahn geht es immer wieder auch um die Frage, welche Gewerkschaft für welche Berufsgruppe mit der Bahn Tarifverhandlungen führt. Bis zum Auslaufen einer entsprechenden Vereinbarung im Sommer hatte die GDL die Lokführer vertreten und die EVG Zugbegleiter und weitere Berufsgruppen. Die Bahn will unterschiedliche Tarifverträge für gleiche Berufsgruppen auf jeden Fall vermeiden.

Inhaltlich verlangt die GDL unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und eine Arbeitszeitverkürzung um zwei Stunden pro Woche. Die EVG will unter anderem sechs Prozent mehr Lohn, für die untersten Gehaltsgruppen sollen es mindestens 150 Euro mehr im Monat sein.

Außerdem will die EVG konkurrierende Tarifverträge nicht akzeptieren. Sie hat Streiks nur bis zu ihrer nächsten Verhandlungsrunde am 12. Dezember ausgeschlossen.

Keine Hoffnung auf schnelle Einigung

Am Donnerstag hieß es von der Bahn, mit beiden Gewerkschaften werde inzwischen auch über Berufsgruppen verhandelt, die vorher nicht deren Zuständigkeit waren. Damit sei deren "Kernforderung" erfüllt. Nun solle nicht länger Zeit auf den Streit über Zuständigkeiten und Strukturen verschwendet werden. Es sei an der Zeit "zu reden und zu Ergebnissen zu kommen".

Dass dies bald geschieht, glaubt die Bahn aber nicht. Ein Abschluss der Verhandlungen vor dem Jahreswechsel "wäre überraschend", hieß es aus dem Konzern.

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