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Amazon: Streik soll bis Heiligabend fortgesetzt werden

Ver.di erhöht den Druck  

Amazon-Mitarbeiter setzen ihren Ausstand fort - Streik bis Heiligabend

22.12.2014, 12:10 Uhr | dpa

Amazon: Streik soll bis Heiligabend fortgesetzt werden. Zwischen Amazon und der Gewerkschaft Ver.di ist keine Einigung in Sicht. (Quelle: dpa)

Zwischen Amazon und der Gewerkschaft Ver.di ist keine Einigung in Sicht. (Quelle: dpa)

Nach kurzer Pause am gestrigen Sonntag hat die Gewerkschaft Ver.di zur Fortsetzung des Streiks an Amazon-Standorten aufgerufen. In den Versandzentren in Bad Hersfeld, Rheinberg, Leipzig und Graben sollten Arbeiter am Montagmorgen erneut die Arbeit niederlegen. Der Ausstand soll Heiligabend am Nachmittag enden.

Vergangene Woche hatten sich nach Gewerkschafsangaben 2400 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligt. Amazon sprach von 2000 Teilnehmern. In den insgesamt neun deutschen Amazon-Verteilzentren arbeiten nach Unternehmensangaben in der Vorweihnachtszeit rund 20.000 Menschen. Die Streikwelle hatte vergangenen Montag (15. Dezember) begonnen.

Amazon sieht sich als Logistiker

In dem seit 2013 andauernden Konflikt will Ver.di Amazon zwingen, die Mitarbeiter künftig nach dem Einzelhandelstarif statt dem niedrigeren Logistik-Tarif zu bezahlen. Amazon lehnt das strikt ab und führt keine Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft.

Der US-Konzern sieht sich als Logistiker. Die Bezahlung in den deutschen Versandlagern liege am oberen Ende dessen, was in der Logistik-Branche üblich sei. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Ver.di hatte die Streikpause ausgerufen, nachdem die Gewerkschaft bei Verwaltungsgerichten keinen Betriebsstopp am Sonntag in den Verteilzentren Bad Hersfeld und Leipzig durchsetzen konnte. Nach Auffassung von Ver.di wären die zuständigen Behörden verpflichtet gewesen, ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Die Gewerkschaft hatte sich auf den Schutz der Sonntagsruhe berufen.

Angeblich keine Lieferverzögerungen

In Bad Hersfeld und Leipzig arbeiteten jeweils mehrere hundert Mitarbeiter mit Sondergenehmigungen auf freiwilliger Basis auch am Sonntag.

Eine Sprecherin von Amazon betonte erneut, dass es trotz des Streiks keine Lieferverzögerungen gebe. Zu Mehrkosten des Konzerns durch den langen Ausstand wollte das Unternehmen keine Angaben machen.

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