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Streik der Lufthansa-Piloten: Hälfte der Flüge fällt aus

Tarifgespräche gescheitert  

Lufthansa-Pilotenstreik: Hälfte der Flüge fällt aus

18.03.2015, 16:23 Uhr | dpa

Streik der Lufthansa-Piloten: Hälfte der Flüge fällt aus. Erneuter Lufthansa-Pilotenstreik sorgt für viele Flugausfälle. (Quelle: dpa/Christoph Schmidt)

Erneuter Lufthansa-Pilotenstreik sorgt für viele Flugausfälle. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat bei der Lufthansa einen erneuten Ausstand begonnen. Mehr als die Hälfte aller für Mittwoch geplanten Flüge wurde gestrichen. Während heute Kurz- und Mittelstrecken-Verbindungen betroffen sind, sollen am Donnerstag Langstrecken- und Frachtflüge bestreikt werden. Vom zwölften Streik innerhalb von zwölf Monaten sind rund 80.000 Passagiere betroffen, die nun ihre Reisepläne umstellen müssen.

Zunächst hat die Lufthansa für Mittwoch rund 750 von 1400 geplanten Flügen auf kurzen und mittleren Strecken gestrichen. Das Langstreckenprogramm der Lufthansa werde heute wie geplant durchgeführt, heißt es auf der Lufthansa-Seite. Dort finden Passagiere eine Liste aller gestrichenen Flüge und auch den Status des eigenen Flugs.

Piloten-Gewerkschaft sieht Forderungen nicht erfüllt

Die meisten Passagiere, die vom Arbeitskampf betroffen seien, könnten auf andere Flüge umbuchen oder auf den Zug umsteigen. Das Unternehmen hatte am Dienstagnachmittag bereits 20.000 SMS und 7000 E-Mails an betroffene Fluggäste verschickt. Für Fahrten mit der Bahn müssen die Tickets aber vorher umgebucht werden - am Schalter, am Automaten oder über das Internet.

Nicht betroffen seien alle Flüge der Germanwings, Eurowings, Air Dolomiti, Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines, versichert Lufthansa. Auch Lufthansa Cityline ist weitestgehend nicht vom Arbeitskampf betroffen.

Hintergrund des Ausstands ist das erneute Scheitern der Tarifgespräche zwischen dem Unternehmen und der Pilotengewerkschaft. Die Lufthansa hatte nach eigenen Angaben ein verbessertes Angebot zur Übergangsversorgung bis zur Rente der rund 5400 Piloten, die nach dem Konzerntarifvertrag bezahlt werden, vorgelegt.

Die Piloten-Gewerkschaft sieht ihre Forderungen nicht erfüllt und verlangt, dass auch künftige Piloten in den Genuss von unternehmensfinanzierten Frührenten kommen sollen.

Schwerpunkte Frankfurt und München

Die Fluggesellschaft warf der Pilotengewerkschaft vor, die erneute Streikankündigung entbehre jeder Verhältnismäßigkeit. Die VC ihrerseits hielt der Lufthansa vor, nicht ernsthaft auf einen Tarifabschluss hinzuarbeiten.

Die Gewerkschaft hatte zunächst angekündigt, Kurz- und Mittelstreckenflüge am Mittwoch bis Mitternacht zu bestreiken. Schwerpunkte sind die Verbindungen über die Drehkreuze Frankfurt und München. Der Frankfurter Flughafen ist mit fast 480 der insgesamt 750 gestrichenen Flüge am stärksten betroffen. Der übrige Flugbetrieb verlaufe jedoch normal, sagte ein Fraport-Sprecher. "Wir gehen routiniert damit um mittlerweile."

Die Piloten hatten in den vergangenen Monaten wiederholt bei den Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gestreikt. Das Unternehmen beklagt einen streikbedingten Schaden von rund 220 Millionen Euro. Offizieller Streikanlass war bislang immer die umstrittene Übergangsversorgung der Piloten bis zur gesetzlichen Rente. Es ist aber auch noch eine Vielzahl weiterer Tarifthemen ungelöst - und es gibt einen heftigen Streit über den künftigen Kurs bei Europas größtem Luftfahrtkonzern.

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