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Lufthansa-Streik auch am Samstag - Tarifgespräche gescheitert

Tarifgespräche gescheitert  

Lufthansa-Piloten streiken auch am Samstag

19.03.2015, 22:57 Uhr | dpa

Lufthansa-Streik auch am Samstag - Tarifgespräche gescheitert. Streik auch am Samstag: Die Pilotengewerkschaft Cockpit lässt nicht locker. (Quelle: dpa)

Streik auch am Samstag: Die Pilotengewerkschaft Cockpit lässt nicht locker. (Quelle: dpa)

Der Streik bei der Lufthansa spitzt sich zu. Auch am Samstag wollen die Piloten weiter die Kranich-Airline bestreiken. Betroffen von dem 24-stündigen Ausstand seien deutschlandweit die Langstreckenflüge sowie die Flüge der Lufthansa Cargo, teilte die Pilotenvereinigung Cockpit mit. Es ist bereits der vierte Streiktag in Folge. Auch am Freitag müssen sich Passagiere auf massive Flugausfälle einstellen. Flüge der Lufthansa-Tochterunternehmen Germanwings und Eurowings sind nicht betroffen.

Größter Streitpunkt ist die Übergangsversorgung bis zur Rente für die rund 5400 Piloten, die nach dem Konzerntarifvertrag bezahlt werden. Die Gewerkschaft sieht ihre Forderungen nicht erfüllt und verlangt, dass auch künftige Piloten in den Genuss unternehmensfinanzierter Frührenten kommen. Auch eine Vielzahl weiterer Tarifthemen ist ungelöst - und es gibt einen heftigen Streit über den künftigen Kurs bei Europas größtem Luftfahrtkonzern.

"Es ist bedauerlich, dass der Lufthansa-Konzernvorstand weitere Arbeitskämpfe billigend in Kauf nimmt", sagte Ilona Ritter, Vorsitzende Tarifpolitik der Gewerkschaft. Die Vereinigung Cockpit sei jederzeit bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

"Streik auf dem Rücken der Passagiere"

Lufthansa kritisierte, die Piloten hätten mit der vierten Streikankündigung in nur einer einzigen Woche den Tarifkonflikt über jedes Maß hinaus eskaliert. Sie entfernten sich auch immer mehr von einer Lösung, die ausschließlich am Verhandlungstisch gefunden werden müsse. "Und nur dort darf dieser Konflikt ausgetragen werden und nicht erneut auf dem Rücken unserer Passagiere", teilte das Unternehmen am Abend mit. Durch den mehrtägigen Streik seien bereits mehr als 180.000 Lufthansa-Kunden in Mitleidenschaft gezogen worden.

Auch der Flughafenverband übte scharfe Kritik an den Piloten. "Luxusprobleme auf dem Rücken Hunderttausender Passagiere auszutragen, steht in keinem Verhältnis zum Streikrecht. Flughäfen benötigen dringend Schutz vor zügellosen Kleinstgewerkschaften», forderte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Ralph Beisel.

Streiks belasten Bilanzen der Konzerne

Die Flughäfen leiden nach eigenen Angaben deutlich unter den Streiks. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wären im vergangenen Jahr ohne die Streiks zwischen 500.000 und 600.000 Passagiere mehr gezählt worden, berichtete Flughafenchef Stefan Schulte. Der Betreibergesellschaft fehlten so über 10 Millionen Euro operativer Gewinn.

Für Freitag hat die Lufthansa 790 Kurz- und Mittelstreckenflüge mit zusammen rund 94 000 betroffenen Passagieren gestrichen. Nicht einmal die Hälfte des ursprünglichen Flugplans kann stattfinden. Ein kleinerer Teil dieser Ausfälle geht auch auf das Konto eines Streiks der italienischen Fluglotsen.

Lufthansa bemüht sich, die negativen Folgen für ihre Kunden zu begrenzen: "Die Information der Reisenden per SMS oder Mail gelingt sehr gut", sagte eine Sprecherin. Die Fluggesellschaft habe für den zweiten Streiktag rund 40.000 SMS und 15.000 Mails verschickt.

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