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Bahnstreik: Deutsche Bahn hat kein Verständnis für GDL-Streik

Verhalten "ein Rätsel"  

Deutsche Bahn hat kein Verständnis für GDL-Streik

04.05.2015, 15:00 Uhr | tom

Bahnstreik: Deutsche Bahn hat kein Verständnis für GDL-Streik. Der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Weber, hat kein Verständnis für den Rekord-Ausstand der GDL. (Quelle: dpa)

Der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Weber, hat kein Verständnis für den Rekord-Ausstand der GDL. (Quelle: dpa)

Einen Rekord-Ausstand hat der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky für diese Woche angekündigt. Die Deutsche Bahn äußerte sich am Mittag auf einer Pressekonferenz verständnislos. Für Personalvorstand Ulrich Weber ist das Verhalten der GDL-Spitze "ein Rätsel". Er findet deutliche Worte für die Gewerkschaft und erneuert ein altes Angebot.

Es ist bereits der achte Ausstand in dem Tarifkonflikt. Weselsky beklagt die Verweigerung von Grundrechten. Er strebt einen eigenen Tarifvertrag für alle GDL-Mitglieder an, nicht nur für die Lokführer, die die Hauptklientel der Gewerkschaft stellen. Die Bahn bestreitet eine derartige Verweigerungshaltung: "Es geht schon lange nicht mehr um das Ob solcher Tarifverträge. Es geht um das Wie und darüber reden wir seit Monaten", sagte Weber.

Auch einen weiteren Vorwurf will der Bahnvorstand entkräften: "Wir spielen nicht auf Zeit. Wir warten auch auf kein Gesetz. Wir wollen Ergebnisse und das mit beiden Gewerkschaften. Die GDL lehnt das weiter ab, was mir ein Rätsel ist." Die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) steht derzeit ebenfalls in Tarifverhandlungen mit dem Bahnkonzern. Diese verlaufen bisher allerdings deutlich harmonischer.

"So geht Verhandlung nicht"

Für Weselsky findet Weber deutliche Worte: "So geht Verhandlung nicht. Stattdessen setzt die GDL auf Eskalation. Die Alles-oder-Nichts-Strategie der GDL-Spitze hilft nicht weiter. Niemandem."

Doch Weber reicht den Gewerkschaftern auch erneut die Hand: "Ich möchte unser jüngstes Angebot erneuern." Der Personalvorstand bietet der GDL eine Schlichtung an, um zu einer gemeinsamen Lösung kommen. Dies wird von der GDL bisher abgelehnt

Drastische Einschränkungen

Die Bahn hatte zuletzt angeboten, die Löhne sollten vom 1. Juli an in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent steigen. Dazu komme eine Einmalzahlung von insgesamt 1000 Euro bis zum 30. Juni. Dieses Angebot ist für Weselsky "kein annehmbares".

Der Streik soll im Personenverkehr knapp sechs Tage dauern und am Dienstag um 2 Uhr morgens beginnen. Im Güterverkehr geht es bereits am Montag um 15 Uhr los. Beendet werden soll der Ausstand am Sonntag um 9 Uhr. Es wäre der längste Bahnstreik aller Zeiten. Bahnkunden müssen sich auf drastische Einschränkungen einstellen.

 (Quelle: dpa)

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