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Bahnstreik Pfingsten: DB-Mitarbeiter fürchten aktuell um Jobs

Wegen Lokführerstreik  

Bahn-Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

20.05.2015, 16:02 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

Bahnstreik Pfingsten: DB-Mitarbeiter fürchten aktuell um Jobs. Wegen der Streiks der Lokführer wenden sich Fahrgäste wie Frachtkunden von der Bahn ab. (Quelle: dpa)

Wegen der Streiks der Lokführer wenden sich Fahrgäste wie Frachtkunden von der Bahn ab. (Quelle: dpa)

Der Lokführer-Streik bei der Bahn setzt nicht nur Fahrgästen mächtig zu, sondern auch vielen Mitarbeitern des Unternehmens. Dem Vorsitzenden des Konzernbetriebsrats, Jens Schwarz, zufolge fürchten viele Beschäftigte des Unternehmens um ihre Arbeitsplätze. Mit jedem Streiktag wachse die Angst bei den Kollegen, die sich nicht im Arbeitskampf befänden, weil der Streik der Konkurrenz die Kunden zutreibe.

Der derzeitige Schwebezustand verunsichere die Kollegen zum Teil massiv, sagte Schwarz. Deshalb appelliert er an das Unternehmen und an die Gewerkschaften GDL und EVG, sich schnell zu einigen.

Rund 100 Millionen Einbußen pro Tag

Nach Schwarz' Einschätzung verliert das Unternehmen wegen des Ausstandes rund 100 Millionen Euro Umsatz pro Tag. Deshalb untergrabe der Dauer-Streik der Lokführer die Zukunftsaussichten des Konzerns. "Wir treiben der Konkurrenz von Mietwagen und Bus die Reisenden zu", sagte Schwarz.

Zudem verlagerten große Frachtkunden wie Autokonzerne inzwischen einen Teil ihrer Lieferketten auf die Straße. Der Schaden für das Unternehmen sei enorm. Zu befürchten sei auch, dass die Bahn durch Einsparungen die Folgen des Streiks zu begrenzen sucht.

"Mitarbeiter extrem unter Druck"

"Viele Kollegen sorgen sich deshalb um ihren Arbeitsplatz", so Schwarz. Der Streik bringe bereits jetzt einige Bahn-Angestellte an ihre Grenzen. "Die Mitarbeiter, die den Betrieb aufrecht erhalten, sind extrem unter Druck."

Der Konzernbetriebsrat vertritt die Interessen von rund 200.000 Bahn-Mitarbeitern. Er wird von der größeren Eisenbahnergewerkschaft EVG dominiert, die parallel zur GDL mit dem Bahnmanagement verhandelt. Auch die EVG schließt weitere Streiks nicht aus.

Verhandlungen trotz Streiks

Eine kleine Hoffnung gibt es jedoch, dass der derzeitige Lokführerstreik nicht noch länger wird als der letzte von Anfang Mai, der sechs Tage dauerte. So wollen Bahn und GDL trotz der laufenden Arbeitsniederlegung weiter über Möglichkeiten einer Schlichtung beraten: "Die Gespräche sollen kurzfristig fortgesetzt werden", teilte ein Bahnsprecher mit. Am Dienstag wurden die Beratungen, an denen ein unabhängiger Arbeitsrechtler beteiligt ist, vertagt.

Der Bahnsprecher kritisierte, dass die Lokführer ihren Arbeitskampf über das Pfingstwochenende fortsetzen wollen. Dies seien nach Ostern und Weihnachten die Tage mit dem stärksten Reiseverkehr: "Ohne Sinn und ohne Not wird hier die Mobilität von Millionen Menschen eingeschränkt.".

Ersatzfahrpläne und Hotline

Am Mittwoch um zwei Uhr morgens haben die Lokführer im Personenverkehr die Arbeit zum nunmehr neunten Mal niedergelegt. Für Millionen Fahrgäste bedeutet der Arbeitskampf erneut starke Einschränkungen. So fallen voraussichtlich etwa zwei Drittel der Fernzüge aus und je nach Region 40 bis 85 Prozent der Nahverkehrszüge. Auch die S-Bahnen sind vom Streik betroffen. 

Unter www.bahn.de/liveauskunft hat die Bahn Ersatzfahrpläne veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens sind diese verlässlich. Zudem können sich Reisende unter der kostenlosen Servicenummer 08000 996633 informieren.

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