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Streikkasse ist prall gefüllt: Mehr Geld "als das Bahn-Management und die Reisenden sich wünschen"

GDL-Streikkasse ist prall gefüllt  

Mehr Geld "als Bahn-Management und Reisende sich wünschen"

21.05.2015, 06:46 Uhr | dpa, rtr

Streikkasse ist prall gefüllt: Mehr Geld "als das Bahn-Management und die Reisenden sich wünschen". GDL-Chef Claus Weselsky setzt die Deutsche Bahn weiter unter Druck. (Quelle: dpa)

GDL-Chef Claus Weselsky setzt die Deutsche Bahn weiter unter Druck. (Quelle: dpa)

Bahnstreik und kein Ende: Mit einer neuen Ankündigung hat der Chef der streikenden Lokführer-Gewerkschaft GDL die Deutsche Bahn weiter unter Druck gesetzt. Laut Claus Weselsky ist die Streikkasse der GDL gut gefüllt. Dort sei mehr Geld "als das Management der Deutschen Bahn und die Reisenden sich wünschen", sagte er der "Bild"-Zeitung einem Vorabbericht zufolge.

Zudem mahnte er eine schnelle Einigung im Streit mit der Bahn an. Das Unternehmen habe durch sein Verhalten inzwischen 400 Millionen Euro verbrannt, die nun bei der Instandsetzung von Schienen, Brücken und Straßen fehlten, sagte Weselsky und mahnte die Arbeitgeberseite zu einer raschen Einigung - "denn jeder Streiktag ohne Lösung ist einer zu viel".

Gegenwärtig läuft der neunte Streik der GDL seit Herbst 2014. Wie lange die Arbeitsniederlegung im Fracht- und Personenverkehr dauern soll, ist nicht bekannt. 

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Tag der Wahrheit

Für die Deutsche Bahn und ihre streikgeplagten Kunden stehen nun wichtige Entscheidungen an. Gelingt mit der GDL doch noch der Einstieg in eine Schlichtung, könnte der flächendeckende Streik der Lokführer innerhalb eines Tages gestoppt werden. Gleichzeitig stehen "finale Verhandlungen" der Bahn mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG an, die ebenfalls mit Streik droht, falls sie mit ihren Vorstellungen nicht durchdringt.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn beharrt die GDL auf ihrem Recht, eigene Tarifverträge für ihre Mitglieder abzuschließen. Wenn die Tarifautonomie für die Einzelgewerkschaft gesichert sei, könne es ein Schlichtungsverfahren über die Streitpunkte wie den prozentualen Lohnzuwachs und die Arbeitszeitenregelung geben, so Claus Weselsky.

Doppelstreik droht

Schon seit Dienstag beraten Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber und Weselsky unter Mithilfe des früheren Bundesarbeitsrichters Klaus Bepler, wie man in die Schlichtung kommen kann. Bis in die Nacht saßen sie in Frankfurt zusammen, wie ein Bahnsprecher am frühen Donnerstagmorgen sagte. Beide Seiten vereinbarten Stillschweigen über den Stand der Gespräche.

Für zusätzlichen Druck sorgt die EVG, die an diesem Donnerstag mit der Bahn in Berlin einen Tarifabschluss erreichen will. Anderenfalls droht auch sie mit einem Arbeitskampf. Die Bahn werde noch einmal nachlegen müssen, hatte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba gesagt. "Die angebotenen 4,7 Prozent sind uns zu wenig, die vorgeschlagene Laufzeit von 29 Monaten ist zu lang."

Stabiler Ersatzfahrplan

Wie in den vorangegangenen Streikrunden hat die Bahn Ersatzfahrpläne aufgestellt. Dem Unternehmen zufolge rollte im Fernverkehr etwa ein Drittel der sonst üblichen Züge. Im Regionalverkehr würden je nach Bundesland 15 bis 60 Prozent des üblichen Verkehrs angeboten. Auch über das Pfingstwochenende werde stabil nach Ersatzfahrplan gefahren, kündigte die Bahn an.

Die Lokführer hatten in der Nacht zum Mittwoch ihren mittlerweile neunten Streik seit September auf die Personenzügen ausgedehnt. Seit Dienstag wird bereits der Güterverkehr bestreikt, ohne dass die GDL bislang ein Ende genannt hätte. Zu Beginn des langen Wochenendes drohen nicht nur wegen des Bahnstreiks hohe Preise für Mietwagen, volle Fernbusse und Rekord-Staus auf den Straßen.

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