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Abgas-Skandal: VW-Vorstand will Bonuszahlungen trotz Krise

Zehn Millionen für Pötsch  

VW-Vorstand will Bonuszahlungen trotz Krise

07.04.2016, 13:57 Uhr | dpa

Abgas-Skandal: VW-Vorstand will Bonuszahlungen trotz Krise. Matthias Müller (r), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Hans Dieter Pötsch, Aufsichtsratsvorsitzender (Quelle: dpa)

Matthias Müller (r), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Hans Dieter Pötsch, Aufsichtsratsvorsitzender (Quelle: dpa)

Die Vorstände von VW wollen offenbar trotz der Manipulationsaffäre nicht auf ihre Bonuszahlungen verzichten. Die Top-Manager würden allenfalls eine Kürzung ihrer Boni hinnehmen, berichtete das Nachrichtenportal "Spiegel Online". Volkswagen äußerte sich zunächst nicht.

"Besonders brisant" ist laut "Spiegel Online" eine Sonderzahlung an Hans Dieter Pötsch. Pötsch gab im Oktober 2015 seinen Vorstandsposten als Finanzchef des Autobauers auf und wechselte an die Spitze des Aufsichtsrates. Dem Bericht zufolge ließ er sich eine Entschädigung von knapp zehn Millionen Euro dafür auszahlen.

Der Grund: Sein Vertrag als Vorstand wäre noch bis 2017 gelaufen und hätte ihm höhere Einnahmen garantiert. Die Manipulationsaffäre hatte Pötsch als "existenzbedrohende Krise" bezeichnet. Die Volkswagen-Aktie schwankte an der Börse am Donnerstag um ihren Vortagsschlussstand.

VW-Chef will mehr "Demut und Bescheidenheit"

VW-Chef Matthias Müller hatte sich im Dezember für Boni-Kürzungen von Mitarbeitern und Vorständen ausgesprochen. Außerdem sagte er mit Blick auf die Krise, dass "etwas mehr Demut und Bescheidenheit" Volkswagen gut anstehe.

Anfang März hatten die VW-Führung und der Betriebsrat sich allerdings zuversichtlich gezeigt, dass die Tarifbeschäftigten für das vergangene Jahr trotz Krise einen Bonus erhalten. Er sei davon überzeugt, dass sich Vorstand und Betriebsrat auf eine Prämie einigen würden, sagte Müller damals.

VW gab im September zu, weltweit in rund elf Millionen Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm beeinflusst den Ausstoß von Stickoxiden bei Tests auf dem Prüfstand, so dass die Werte geringer ausfallen als sie tatsächlich sind. Weltweit drohen dem Konzern enorme Straf- und Entschädigungszahlungen.

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