Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Löhne & Gehälter >

Studie: Ungleiche Löhne machen Frauen krank

Risiko für Depressionen oder Herzerkrankungen  

Studie: Ungleiche Löhne machen Frauen krank

19.12.2017, 18:54 Uhr | AFP , AM

Studie: Ungleiche Löhne machen Frauen krank. Frau am Schreibtisch: Ein dauerhaftes Gefühl von ungerechter Entlohnung beeinflusst die Gesundheit von Frauen einer Studie zufolge negativ. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frau am Schreibtisch: Ein dauerhaftes Gefühl von ungerechter Entlohnung beeinflusst die Gesundheit von Frauen einer Studie zufolge negativ. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutschland führt die EU beim Gender Pay Gap an – das ist die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern. Frauen verdienen im Schnitt 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Einer Studie zufolge gefährden die ungleichen Löhne auf Dauer die Gesundheit von Frauen.

Frauen, die ihr Einkommen über einen längeren Zeitraum als ungerecht empfinden, haben demnach ein stark erhöhtes Risiko für Erkrankungen, die stressbedingt sein können, wie zum Beispiel Depressionen, Diabetes mellitus oder Herzprobleme. Bei Männern, die sich unfair entlohnt fühlen, ist dieses Risiko hingegen geringer. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das dafür Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) ausgewertet hat.

Dauerhaftes Gefühl von ungerechter Entlohnung beeinflusst Gesundheit

"Das größte Risiko, an einer stressassoziierten Krankheit zu erkranken, besteht für Frauen, die in Vollzeit arbeiten und sich dauerhaft ungerecht entlohnt fühlen", erklärte die Sozialwissenschaftlerin Claudia Boscher, eine der Autorinnen.

Selbst wenn diese Frauen ihr Einkommen im Laufe der Befragung nur einmal als ungerecht bewerteten, war die Wahrscheinlichkeit, dass bei ihnen später eine Stresskrankheit diagnostiziert wurde, demnach "signifikant" höher als bei Frauen, die ihr Einkommen dauerhaft als gerecht empfanden.

Für die Studie wurden die Daten von mehr als 5.600 erwerbstätigen Männern und Frauen ausgewertet, die zwischen 2005 und 2013 für das Sozio-oekonomische Panel immer wieder befragt wurden. Sie machten unter anderem seit 2005 alle zwei Jahre Angaben darüber, welche Einkommenshöhe sie als gerecht einschätzen. Seit 2009 wurden sie auch gefragt, ob ein Arzt eine Stresserkrankung festgestellt habe. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Das Gesundheitswesen" veröffentlicht.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Löhne & Gehälter

shopping-portal