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Kaufkraft: Deutschland verharrt in Europa auf Platz 10

GfK-Studie  

Arm und Reich in Europa

14.11.2007, 10:50 Uhr | dpa / bab / jnk, t-online.de

Euro-Geldscheine (Foto: dpa)Euro-Geldscheine (Foto: dpa) Mit einer jährlichen Kaufkraft von 18.055 Euro je Einwohner liegt Deutschland in der europäischen Rangliste nur auf Platz 10. "Wohlstandsoasen" bleiben mit mehr als 27.000 Euro Luxemburg, die Schweiz und Liechtenstein. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts GfK.


Überblick -
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Gesamtkaufkraft von acht Billionen Euro
Auf den Plätzen drei bis sechs folgen die Länder Norwegen, Irland und Dänemark und Island, in denen die Kaufkraft über 20.000 Euro liegt. Danach können sich Großbritannien, Österreich, Frankreich und Deutschland platzieren. Aufsteiger des Jahres ist Irland, das sich um zwei Plätze verbessert. Einen Platz nach oben geht es auch für Island. Untersucht wurden insgesamt 40 Länder, in denen ein Netto-Einkommen von fast acht Billionen Euro zur Verfügung steht. Das entspricht einer Kaufkraft von knapp 12.000 Euro pro Einwohner.



Irland der große Gewinner
Als großer Gewinner entpuppt sich dabei wieder einmal Irland. Im derzeit wachstumsstärksten westeuropäischen Land steigerte sich die Kaufkraft der Verbraucher seit 2003 um rund 30 Prozent. In Deutschland hingegen stieg sie seitdem nur so viel wie in Irland allein seit letztem Jahr, nämlich um rund neun Prozent. Im Stadtgebiet von Dublin, dem Bezirk "Dublin County Borough", verfügt jeder der 506.211 Einwohner über durchschnittlich 23.680 Euro im Jahr. Im Vergleich: Verbraucher in Hamburg verfügen mit 19.225 Euro pro Kopf fast über ein Viertel weniger und der Durchschnitts-Berliner mit 16.508 Euro sogar über 40 Prozent weniger Kaufkraft. Auch Stuttgart mit 20.499 Euro und Düsseldorf mit 21.755 Euro pro Kopf liegen deutlich hinter Dublin. Allerdings können die Münchner mit 24.674 Euro je Einwohner die irische Hauptstadt im Bezug auf die Kaufkraft seiner Bürger noch übertreffen.

Osteuropa holt auf
Die Länder Zentral- und Osteuropas holen laut GfK im europäischen Wettbewerb auf. Das beste Land dieser Region ist auf Rang 20 Slowenien - hier haben die Bürger gut 8800 Euro zur Verfügung. Tschechien liegt mit rund 5600 Euro auf dem 22. Platz, Polen (4800 Euro) auf dem 28. Platz. Schlusslicht ist Moldawien mit lediglich 685 Euro. In einzelnen zentral- und osteuropäischen Regionen geht es den Menschen aber inzwischen besser als ihren westeuropäischen Nachbarn. So verfügen die Einwohner der ungarischen Hauptstadt Budapest über mehr Geld für Konsum als beispielsweise die Menschen in bestimmten Gebieten Thüringens.

Starke Kontraste liegen oft nah beieinander
Zwischen den verschiedenen Gemeinden der Länder Zentral- und Osteuropas gibt es ebenfalls große Einkommensgefälle. So verfügen die Einwohner von Bratislava, der reichsten Gemeinde der Slowakei, über fast doppelt so viel Geld wie die Einwohner Bukarests, der reichsten Gemeinde Rumäniens. Sogar innerhalb eines Landes gibt es starke Kontraste: So stehen in Großbritannien den Einwohnern des reichsten Londoner Distrikts im Schnitt 10.000 Euro mehr zur Verfügung als denen des zweitreichsten. Es handelt sich dabei um zwei fast benachbarte Bezirke. Während die "City of London" für seine 9200 Einwohner eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 48456 Euro verzeichnet, verfügen die 196.200 Bewohner von "Kensington and Chelsea" über "lediglich" 38426 Euro im Jahr.

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