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Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs erhält Agrarsubventionen


Subventionen  

Agrarsubventionen für Lufthansa

26.02.2008, 11:28 Uhr | T-Online / fre, t-online.de

Sky Chefs beliefern Lufthansa-Flugzeug (Foto: dpa)Sky Chefs beliefern Lufthansa-Flugzeug (Foto: dpa) Die Lufthansa erhält Agrarsubventionen. Die Lufthansa-Verpflegungstochter LSG Sky Chefs bestätigte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR), Agrar-Exportsubventionen der Europäischen Union (EU) zu bekommen. Auf der Internetseite der BR-Sendung "Report München“ heißt es, im Jahr 2001 habe LSG Sky Chefs insgesamt 782.929 Euro erhalten.

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Auch andere "Nahrungsexporteure" kassieren
LSG Sky Chefs bekomme die Zahlungen "zum Teil auch noch heute“, wird in dem Bericht ein Mitarbeiter zitiert. "Report München“ zufolge sollen sich die Subventionen an das Unternehmen seit 2000 auf rund zweieinhalb Millionen Euro summiert haben. Der Flugzeug-Verpfleger Gate Gourmet, berichtet "Report München“, habe ebenfalls den Erhalt von Geld aus dem Agrar-Fördertopf der EU bestätigt.



Kuriose EU-Verordnung macht die Zahlungen möglich
Es sei sogar denkbar, schreibt das Magazin, dass auch Veranstalter von Kreuzfahrten von den Brüsseler Agrarexport-Subventionen profitieren. Die rechtliche Grundlage bildet eine Verordnung der EU-Kommission, welche die "Bevorratung von Schiffen und Flugzeugen“ einer Ausfuhr gleichstellt. Wer also auf einer Schifffahrt oder einem Flug aus der EU heraus in ein Schnitzel beißt, exportiert aus Sicht der Brüsseler Bürokratie das Fleisch. Damit ist der Essenslieferant prinzipiell subventionsberechtigt.

Nicht im Sinne des Erfinders
Mit dieser kuriosen Sachlage konfrontiert, habe sich auch der Sprecher der EU-Agrarkommissarin, Michael Mann, überrascht gezeigt. „Report München“ zitiert Mann: „Es war für mich eine Neuigkeit, muss ich sagen. (…) Aber das gehört nicht zu unserer Politik im Moment. Das wird sich ändern.“ Damit meint Mann die Bestrebungen der EU-Kommission, Subventionen für Großbetriebe nach und nach abzubauen.

50 Milliarden Euro jährlich
Im Jahr 2006 gab die EU beinahe 50 Milliarden Euro für „die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums“ aus, teilt der EU-Rechnungshof im Jahresbericht für 2006 mit. Das ist fast die Hälfte des EU-Haushaltes. Die Zahlungen gehen an Betriebsinhaber, Privatunternehmen, öffentliche Stellen, Händler und Vereinigungen. Ob und wie viel Geld sie bekommen, entscheiden fast immer die Behörden des einzelnen Mitgliedstaats.

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