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Entwicklungshilfe: Deutschland ist zweitgrößter Geber nach den USA

Ausland  

Deutschland ist zweitgrößter Entwicklungshilfegeber

04.04.2008, 17:35 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Deutschland hat die Ausgaben für Entwicklungshilfe gesteigert (Foto: dpa)Deutschland hat die Ausgaben für Entwicklungshilfe gesteigert (Foto: dpa) Deutschland hat in absoluten Zahlen den zweiten Platz unter den großen Gebern von Entwicklungshilfe erobert. Nach den von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Zahlen für 2007 stieg Deutschland bei der Vergabe von staatlicher Entwicklungshilfe vom fünften auf den zweiten Platz nach den USA und verdrängte damit Japan als zweitgrößten Geber. Deutschland gab 2006 noch 8,31 Milliarden Euro für Entwicklungshilfe aus, 2007 stieg die Zahl auf 8,96 Milliarden Euro.

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Norwegen großzügigster Geber
Der Anteil der ODA am deutschen Bruttonationaleinkommen (BNE) stieg im Vergleich zum Vorjahr von 0,36 auf 0,37 Prozent. Bei den prozentualen Werten liegt Deutschland allerdings nur auf Platz zwölf, Spitzenreiter ist Norwegen mit einem Anteil von 0,95 Prozent am BNE. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sagte, die neuen OECD-Zahlen stärkten die "Glaubwürdigkeit" Deutschlands in der Gruppe der großen Geber. Sie zeigte sich überzeugt, dass Deutschland das Ziel der G-8, bis zum Jahr 2010 0,51 Prozent des BNE für Entwicklungshilfe auszugeben, erreichen werde.

Innovative Instrumente zur Finanzierung notwendig
Damit Deutschland seine Zusage einhalten könne, die internationalen Verpflichtungen zu erfüllen, müssten drei Instrumente eingesetzt werden: zusätzliche Haushaltsmittel, weitere Schuldenerlasse sowie innovative Finanzierungsinstrumente. Auch international seien zusätzliche innovative Instrumente zur Finanzierung der weltweiten Armutsbekämpfung gefragt, etwa die Verwendung von Einnahmen aus dem Emissionshandel.



Industrieländer leisten nicht genug
Die "guten Zahlen für Deutschland" wertete Wieczorek-Zeul auch als "Zeichen der Schwäche anderer Geber". Die Zahlungen der USA seien um rund zehn Prozent zurückgegangen, Großbritannien und Japan hätten ihre ODA im Vergleich zu 2006 sogar rund 30 Prozent verringert und Frankreich um rund 16 Prozent. Die OECD-Zahlen zeigten, dass die Industrieländer trotz großer Anstrengungen nicht genug leisteten, um die Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Wieczorek-Zeul verwies darauf, dass die weltweiten Militärausgaben rund zehnmal höher seien als die Ausgaben für die Armutsbekämpfung.

Zusagen werden eingehalten
Die Bundesregierung hatte auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm im vergangenen Jahr zugesagt, ihren Entwicklungshilfeetat über vier Jahre um jeweils 750 Millionen Euro zu steigern. Diese Zusage stehe, und die Summe werde von ihrem Ministerium auch weiter im Haushalt angemeldet, sagte Wieczorek-Zeul.

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