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Döner: Import-Rindfleisch verteuert türkisches Fast Food

Fleisch  

Döner wird wohl deutlich teurer

18.07.2008, 10:56 Uhr | dpa/ AFP/ T-Online, t-online.de

Der Döner gehört zum beliebtesten Fast-Food in Deutschland. (Foto: dpa)Der Döner gehört zum beliebtesten Fast-Food in Deutschland. (Foto: dpa) Deutschlands Döner-Hersteller schlagen Alarm: Kaum ist die Aufregung um die Gammelfleisch-Skandale verebbt, droht den türkischen Imbissbuden neues Unheil. Wegen der hohen Preise für Import-Rindfleisch aus Argentinien und Brasilien müssen sie ihre Döner künftig deutlich teurer verkaufen.

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"Bis zu 30 Prozent teurer"
Kampfpreise sind künftig nicht mehr möglich - denn der Döner wird teurer: "Bis zu 30 Prozent", wie der Vorstand der "Europäischen Döner Kammer" (EUDK), Yunus Altinsoy, in der "Hürriyet" schätzt. Derzeit kostet ein Döner Kebap im Schnitt zwischen 2,80 Euro und 3,50 Euro. Die türkische Tageszeitung nimmt sich der Sorge des "Riesen-Sektors" am Freitag auf der Titelseite ihrer Europa-Ausgabe an.

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Preiserhöhung unausweichlich
Dass die Fans von "Döner-King" oder "Aladin-Kebap" kaum um eine saftige Erhöhung herumkommen werden, ist sich auch Hanefi Aydin, ehemaliger Vorstand und Aufsichtsratsmitglied des "Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa" (ATDID), sicher: Die Erhöhungen des Döner-Preises sei unausweichlich. Zwar würden die türkischen Hersteller in Deutschland nicht unbedingt bei südamerikanischen Anbietern einkaufen, sagt Remzi Kaplan, Chef des Berliner Unternehmens Kaplan Döner, nach eigenen Angaben größter Döner-Hersteller Europas. "Da jedoch Kunden, die früher argentinisches Fleisch kauften, plötzlich auf die selben Händler ausweichen wie wir, treibt das den Preis."

 

Täglich 300 Tonnen Döner
ATDID zufolge werden bundesweit etwa 300 Tonnen Döner pro Tag produziert und in rund 15.000 Döner-Läden zum Verkauf angeboten. Die Branche macht jährlich mehr als 2,3 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt 45.000 Mitarbeiter.


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