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Automarkt: USA und EU stellen bis 2011 fünf Mio. weniger Autos her


Autoindustrie  

USA und EU stellen bis 2011 fünf Mio. weniger Autos her

03.11.2008, 12:47 Uhr | mfu, t-online.de, dpa-AFX, dapd

Autobauern in Europa und den USA stehen schwere Zeiten bevor. (Foto: imago)Autobauern in Europa und den USA stehen schwere Zeiten bevor. (Foto: imago) Kein Tag vergeht ohne Negativschlagzeilen aus der Autoindustrie. In Zeiten der Finanzkrise und der weltweiten Rezession setzen die westlichen Autoriesen immer weniger Fahrzeuge ab. In Deutschland wollen mehrere Hersteller die Produktion drastisch drosseln. In den USA geraten führende Konzerne gar in die Nähe des Konkurses. Was den Autobauern noch bevorsteht, zeigt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Danach werden allein in den USA und Westeuropa bis 2011 rund fünf Millionen Autos weniger vom Band rollen als geplant. Autobauer in anderen Regionen werden dagegen künftig deutlich mehr Autos produzieren. Die Untersuchung zeigt auch, dass viele Probleme der Autobauer nicht nur der Finanzkrise geschuldet sind.

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Starker Rückgang in den USA

Der Studie zufolge werden 2011 in den 15 Staaten, die vor der letzten großen Erweiterungsrunde zur EU gehörten, nur noch 13,7 Millionen Autos vom Band rollen. 2007 waren es 14,1 Millionen. Die USA produzieren laut PwC dann lediglich 9,9 Millionen Pkw (2007: 10,5 Millionen Fahrzeuge). Das Absatzvolumen steigt der Analyse zufolge im untersuchten EU-Gebiet zwischen 2007 und 2011 zwar um 0,3 Prozent pro Jahr, mit eingerechnet sind hier allerdings importierte Fahrzeuge. In den USA ist sogar ein Rückgang des Absatzvolumens von 1,1 Prozent zu erwarten.

Gewichte am Automarkt verschieben sich

Laut PwC werde sich der kriselnde Automarkt in den USA und Europa davon nicht so schnell erholen. Zu den Gewinnern auf den internationalen Automobilmärkten dürften in Zukunft die aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien und China zählen. Nach Ansicht von PwC steigt dort die Autoproduktion voraussichtlich deutlich an - von rund 13 Millionen Autos im Jahr 2007 auf etwa 20,9 Millionen Fahrzeuge vier Jahre später.

Sparsame Autos sind Gewinner der Krise

Zu den Gewinnern der Autokrise dürften laut PwC in Zukunft auch kleinere und sparsamere Fahrzeuge gehören. Dies liege nicht nur an den steigenden Benzin- und Rohstoffpreisen sowie immer strengeren Klimaschutzauflagen, sondern auch am wachsenden ökologischen Bewusstsein der Verbraucher. Bis 2011 dürfte daher der Anteil der Pkw mit weniger als 1,6 Litern Hubraum an der weltweiten Produktion von 39,5 Prozent im vergangenen Jahr auf 46,7 Prozent ansteigen.

Noch kein Durchbruch beim Elektroantrieb

Trotz des zunehmenden Umweltbewusstseins der Konsumenten, bleibt dagegen die Bedeutung von Elektrofahrzeugen zunächst nur gering. Im Jahr 2011 wird voraussichtlich nur einer von tausend produzierten Personenwagen elektrisch angetrieben sein. "Langfristig hat der Elektroantrieb vielleicht gute Chancen, möglicherweise in Kombination mit einer Brennstoffzelle", so Pwc-Experte Kayser. Inzwischen arbeiten die meisten großen Hersteller an Pkw mit dem sparsamen Antrieb. Manche Modelle stehen sogar kurz vor der Markteinführung.

Große Limousinen weniger gefragt

Zu den Verlierern der Entwicklung zählen dagegen große Fahrzeuge. Der Anteil der Autos mit mehr als drei Litern Hubraum wird voraussichtlich von 18 Prozent auf 13,5 Prozent im Jahre 2011 fallen. Das dürfte deutschen Anbietern, wie zum Beispiel Daimler und BMW, nicht gefallen, die einen Gutteil des Umsatzes mit diesen Fahrzeugen erzielen. Große Autos sind grundsätzlich wesentlich profitabler für die Industrie als Kleinwagen.

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