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Einzelhandel: Umsatz geht zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts zurück

Einzelhandel  

Umsatz im Einzelhandel geht zurück

03.12.2008, 11:33 Uhr | oca, dpa, t-online.de

Einzelhandel startet gelungen ins Weihnachtsgeschäft. (Foto: Imago)Einzelhandel startet gelungen ins Weihnachtsgeschäft. (Foto: Imago) Der deutsche Einzelhandel hat vor Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts keine Fahrt aufgenommen. Im Oktober nahmen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar nominal um 0,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Unter Berücksichtigung der Teuerung lagen die Umsätze allerdings 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sprach von einem Ergebnis, das besser sei als erwartet. Analysten der Commerzbank erklärten hingegen, der Einzelhandel befinde sich im freien Fall.

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"Wir sind sehr erleichtert"

"Der Oktober ist deutlich besser ausgefallen als wir erwartet haben", sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr in Berlin. Von einem "freien Fall" könne nicht gesprochen werden. "Wir sind sehr erleichtert". Schließlich hätten die Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten im Oktober ihren Höhepunkt erreicht, dafür seien die Umsätze stabil. "Es war kein goldener Oktober, aber ein silberner". Die Finanzkrise sei bei den Verbrauchern noch gar nicht angekommen, was sich zum Beispiel an der guten Lage am Arbeitsmarkt zeige. Zudem sei das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen, zumal es durch die zuletzt gesunkenen Ölpreise auch eine Entspannung an der Preisfront gebe.



Commerzbank: "Einzelhandel im freien Fall"

Dagegen hieß es in einer Kurzanalyse der Commerzbank unter der Überschrift "Einzelhandel im freien Fall", der klare Abwärtstrend im Einzelhandel setze sich fort. Im direkten Vergleich von September zu Oktober sanken die Umsätze laut Bundesamt bereinigt um Saison- und Kalendereffekte nominal um 1,7 Prozent und real um 1,6 Prozent. "Diese Zahlen belegen, was sich in den letzten Wochen bereits durch Frühindikatoren abgezeichnet hat: Deutschland steckt in einer Rezession, die wohl schärfer ausfallen wird, als vielfach erwartet", schrieben die Analysten. Der private Verbrauch scheine nicht in der Lage zu sein, die Rezession abzumildern. Die Zahlen seien auch ein schlechtes Vorzeichen für das Weihnachtsgeschäft.



HDE fordert Steuersenkungen für 2009

HDE-Sprecher Pellengahr zeigte sich für das Weihnachtsgeschäft dagegen optimistisch. Das erste Adventswochenende sei gut verlaufen, die Verbraucher kauften oftmals hochwertige Unterhaltungselektronik oder auch Schmuck. "Das Geld ist da", sagte Pellengahr. Er rechne für die Monate November und Dezember zusammen mit einem nominalen Plus von einem Prozent. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der HDE ein nominales Umsatzplus von 1,5 Prozent, was unter Berücksichtigung der Inflation allerdings einem Minus von etwa einem Prozent entspreche. Pellengahr forderte von der Bundespolitik Steuersenkungen für Anfang kommenden Jahres, um die Nachfrage anzukurbeln.

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