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Erzeugerpreise sinken im November mit Rekordtempo


Preisentwicklung  

Erzeugerpreise sinken im November mit Rekordtempo

19.12.2008, 13:04 Uhr | mfu, dapd, AFP, t-online.de

Preissturz bei Erzeugerpreisen (Foto: imago)Preissturz bei Erzeugerpreisen (Foto: imago) Der drastische Rückgang beim Ölpreis wirkt sich immer stärker auf die Erzeugerpreise aus. Gegenüber dem Oktober sanken die Preise um 1,5 Prozent. Das ist laut Statistischem Bundesamt der stärkste monatliche Preisrückgang seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1949. Über das Jahr sind die Erzeugerpreise allerdings um 5,3 Prozent gestiegen.

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Energiekosten über das Jahr deutlich gestiegen

So stiegen die Kosten für Energie im Jahresvergleich um 14,6 Prozent. Wie stark sich dabei die Preise für Öl und Gas auf die Erzeugerprodukte auswirken, zeigt der Vergleich zum Vormonat. Ohne den starken Rückgang der Energiepreise um 3,3 Prozent gegenüber dem Oktober, wären die Erzeugerpreise sogar um 2,1 Prozent gestiegen.

Höchste Steigerung beim Gaspreis

Die höchste Steigerung im Jahresvergleich war bei der Abgabe von Erdgas an Weiterverteiler zu beobachten (+ 51,5 Prozent gegenüber November 2007). Örtliche Gasversorger mussten 45,2 Prozent mehr bezahlen, Kraftwerke 42,9 Prozent und Industriekunden 36,6 Prozent. Für private Haushalte war Erdgas um 22,4 Prozent teurer als im November 2007 (+ 0,7 Prozent gegenüber Oktober 2008).

Ölpreisbindung verhindert rasche Preissenkung beim Gaspreis

Dass der Gaspreis trotz der zuletzt dramatisch sinkenden Ölpreise so stark im Jahresvergleich anstieg liegt vor allem an der Ölpreisbindung. Erst mit einem halben Jahr Verzögerung macht sich der gesunkene Ölpreis beim Gaspreis bemerkbar.

Mineralölprodukte deutlich billiger

Bei Mineralölerzeugnisse schlagen die gesunkenen Ölpreise dagegen sofort durch. Diese Produkte waren gegenüber November 2007 um 11,5% billiger, gegenüber Oktober 2008 sanken die Preise um 9,8%. Damit erreichten die Preise wieder das Niveau vom Frühjahr 2007. Die einzelnen Mineralölprodukte zeigten folgende Veränderungsraten gegenüber November 2007 (beziehungsweise Oktober 2008): Flüssiggas – 28,2 Prozent (– 30,4 Prozent), schweres Heizöl – 16,1 Prozent (– 21,2 Prozent), Motorenbenzin – 14,8 Prozent (– 10,0 Prozent), leichtes Heizöl – 9,9 Prozent (– 12,0 Prozent), Dieselkraftstoff – 8,8 Prozent (– 6,5 Prozent).

Höhere Preise für Vorleistungsgüter

Die Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) stiegen gegenüber November 2007 insgesamt um 2,8 Prozent (– 1,6 Prozent gegenüber Oktober 2008). Den höchsten Preisanstieg im Jahresvergleich wiesen mit + 127,2 Prozent Düngemittel und Stickstoffverbindungen auf, gegenüber Oktober 2008 waren sie um 2,1 Prozent teurer. Walzstahl verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent (– 4,9 Prozent gegenüber Oktober 2008).

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