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Finanzkrise: Chefs von Royal Bank of Scotland und HBOS entschuldigen sich

Bankenkrise  

Britische Banken-Chefs entschuldigen sich

11.02.2009, 08:30 Uhr | mash, t-online.de, dpa-AFX

Der ehemalige HBOS-Chef Nick Hornby zeigt sich zutiefst zerknirscht (Foto: Reuters)Der ehemalige HBOS-Chef Nick Hornby zeigt sich zutiefst zerknirscht (Foto: Reuters) Die früheren Chefs der britischen Großbanken Royal Bank of Scotland (RBS) und HBOS haben ihr eigenes Versagen in der Finanzkrise eingeräumt und zutiefst bedauert. Es sei unmöglich gewesen, den Beginn und das Ausmaß der Krise noch den Umfang der notwendigen Steuergelder zur Rettung der Banken vorherzusehen. #

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Geldinstitute müssen Vertrauen zurückgewinnen

Das sagte der ehemalige RBS-Aufsichtsratsvorsitzende Fred Goodwin in einer dreistündigen Anhörung im britischen Parlament. Er und der ehemalige HBOS-Verwaltungsratschef Dennis Stevenson entschuldigten sich: Es tue ihnen "sehr leid", die Kreditkrise nicht vorhergesehen zu haben. Dies habe zu "großen Ängsten und Unsicherheiten" bei den Angestellten und bei den Kunden geführt, sagte Stevenson. Geldinstitute müssten nun das Vertrauen der Verbraucher zurückgewinnen, indem sie sich "auf Einfachheit konzentrieren", sagte der frühere HBOS-Vorstandsvorsitzende Andy Hornby.



Beide Bosse für Änderung der Boni-Vergabe

Hornby sprach sich für eine Änderung der Prämienzahlung aus. Die Boni sollten sich an der mittelfristigen Entwicklung der Bankenaktien richten. Vor dem Parlamentsgebäude protestierten unterdessen Bankbeschäftigte für die volle Auszahlung ihrer Prämien für 2008. Premierminister Gordon Brown hatte sie zuvor zum Verzicht aufgerufen.

Beide verloren mehr Geld als sie verdienten

Hornby und Goodwin sagten dem Haushaltsausschuss, sie hätten für vergangenes Jahr keine Prämien erhalten. Beide hätten mehr Geld mit ihren Banken-Aktien verloren als sie verdient hätten. Goodwin habe 2008 ein Gehalt in Höhe umgerechnet 1,7 Millionen Euro erhalten. Bei Hornby seien es 1,1 Millionen Euro gewesen.

Keiner der Chefs mit formaler Bankausbildung

Anfang Oktober hatte die Regierung mehrere Banken mit einer Finanzspritze über 37 Milliarden Pfund (42 Milliarden Euro) vor dem Kollaps gerettet. Die drei Banken RBS und Lloyds TSB sowie HBOS wurden dabei teilverstaatlicht. "Es gab eine bestimmte Stimmung, dass sich die Konjunktur in diesem Land und in der Welt verlangsamt; dass sich die Finanzmärkte verlangsamen", sagte der HBOS-Aufsichtsratsvorsitzende Lord Stevenson of Coddenham. An der Befragung nahm auch RBS-Vorstandschef Tom McKillop teil. Alle vier Bankbosse gaben an, sie hätten keine formale Bankausbildung absolviert.

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