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Katz Group: Weltmarktführer für Bierdeckel ist zahlungsunfähig

Bier  

Weltmarktführer für Bierdeckel ist zahlungsunfähig

16.04.2009, 10:57 Uhr | mfu, t-online.de, dpa

Seit Jahren geht der Bierkonsum in Deutschland zurück (Quelle: imago images)Seit Jahren geht der Bierkonsum in Deutschland zurück (Quelle: imago images) Schon seit Jahren geht der Bierkonsum in Deutschland zurück. Darunter litten bisher vor allem die Gastronomie und die Brauerein. Jetzt hat die Krise beim Nationalgetränk der Deutschen auch den Weltmarktführer bei der Herstellung von Bierdeckeln erwischt. Die badische Katz Group ist zahlungsunfähig. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters hat die Geschäftsführung des Unternehmens Insolvenzantrag gestellt.

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240 Jobs stehen beim Bierdeckel-Hersteller auf der Kippe

"Seit 2007/2008 schrumpft der Bierabsatz in der Gastronomie, also in unserem größten Markt", erklärte Geschäftsführer Garry Hobson in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters Ferdinand Kießner. So wurde bereits mit der Geschäftsführung der Katz-Gruppe gesprochen, um die Chancen für die Unternehmensgruppe zu prüfen und um mit potenziellen Investoren oder Übernehmern zu verhandeln. "Es geht um 240 Arbeitsplätze, davon 150 in Weisenbach", sagte Kießner. "Die Löhne und Gehälter wurden bis Ende März bezahlt."

Rund zwei Drittel Marktanteil in Europa

Die Katz Group ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Entwicklung und Produktion von Bierdeckeln. Absatzmärkte sind vor allem die USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien und Irland. Der Marktanteil der Katz-Gruppe in Europa beträgt rund zwei Drittel, in den USA sogar 97 Prozent. Die Hauptkunden der Katz-Gruppe sind Brauereien.

Lange Firmentradition

Die Gruppe schaut auf eine lange Firmengeschichte zurück. Im Jahr 1716 gründete Johann Georg Katz ein Sägewerk in Weisenbach und stellte dort zunächst Telegrafenmasten und Eisenbahnschwellen her. 1903 begann Casimir Otto Katz am Rande des Schwarzwaldes mit der Produktion von Bierdeckeln in großem Stil. Der Untersetzer gehörte fortan zum Kerngeschäft des Unternehmens. Die erste automatische Bierdeckeldruckmaschine produzierte im Jahr 1930 schon 30.000 Bierdeckel am Tag, 1969 wurde die Produktion auf eine Million Bierdeckel gesteigert.

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