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Versandhandel: Horst Seehofer will Quelle-Katalog retten

Versandhaus  

Bayern will den Quelle-Katalog retten

18.06.2009, 20:09 Uhr | mfu, dpa, t-online.de

Quelle fehlt das Geld für den Druck des neuen Katalogs (Quelle: dpa)Quelle fehlt das Geld für den Druck des neuen Katalogs (Quelle: dpa) Bei dem Versandhaus droht der Geldfluss zu versiegen. Selbst der Druck des legendären Quelle-Katalogs für die Wintersaison ist in Gefahr. Doch Rettung naht: Die bayerische Staatsregierung will dem insolventen Versandhaus das Geld zum Druck des Katalogs beschaffen.
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Quelle-Erbin Schickedanz und Co. - Deutschlands reichste Unternehmer
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Seehofer will helfen

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) berief für Donnerstagabend eine Sondersitzung des Kabinetts ein, um über eine Soforthilfe für die Arcandor-Tochter zu beraten. "Wir wollen alle Möglichkeiten ausloten, um die Arbeitsplätze zu erhalten", sagte Seehofer. Quelle braucht nach Angaben aus Regierungskreisen zwischen 20 und 50 Millionen Euro für den Druck des Katalogs, ohne den Quelle den Versandhandel nicht betreiben kann. Quelle hat wegen der Arcandor-Insolvenz Schwierigkeiten, an Kredite zu kommen.

Bürgschaft oder Kredit

"Die Wirtschaftskrise zeigt zunehmend Wirkung auch in Bayern", sagte Seehofer. "Quelle hat zehntausend Arbeitsplätze in Deutschland, der Großteil davon in Bayern." Bei der Kabinettssitzung soll beraten werden, ob eine Bürgschaft oder ein Kredit notwendig ist. "Das wird fieberhaft beraten", sagte Seehofer am Rande der Landtagssitzung.

700 Zulieferer für Quelle

Quelle sei von großer Bedeutung für die bayerische Wirtschaft, sagte CSU-Fraktionsvize Karl Freller. Das Fürther Versandhaus habe 700 Zulieferbetriebe im Freistaat. "Nach Amazon und eBay ist Quelle inzwischen auf Platz drei im Internethandel", sagte Freller.

Fortführung hängt von Katalog ab

Auch der Insolvenzverwalter soll an dem Kabinettstreffen teilnehmen und den Ministerrat informieren. "Was man konkret an Hilfe angehen kann und darf, kann man erst im Lichte dieser Unterrichtung festlegen", sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) auf Anfrage. "Das Entscheidende bei Quelle ist, dass ein Fortführungskonzept gar nicht möglich ist, wenn der Katalog nicht gedruckt wird", sagte Zeil.

Gespräche mit Banken

Derzeit laufen Gespräche mit den Banken. Nach Angaben informierter Kreise hätte Quelle den Druckauftrag bereits in dieser Woche vergeben wollen. Wegen der Arcandor-Insolvenz ist der Fahrplan aber durcheinandergeraten. Die Zeit drängt: Der Druckauftrag müsse bis spätestens Anfang kommender Woche vorliegen, hieß es.


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