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Immer mehr optimistische Prognosen

Konjunktur  

Immer mehr optimistische Prognosen

10.07.2009, 15:15 Uhr | bv, dpa-AFX, dpa, t-online.de

Hamburger Hafen - Die Konjunkturprognosen werden zunehmend optimistischer (Quelle: dpa)Hamburger Hafen - Die Konjunktur- prognosen werden zunehmend optimistischer (Quelle: dpa) Deutschlands Konjunkturforscher werden optimistischer - oder wollen keinesfalls das Ende der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu spät vorhersagen. In den letzten Tagen und auch an diesem Freitag gab es jedenfalls eine auffällige Häufung positiver Prognosen zur Konjunkturentwicklung. So erwartet Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise eine Rückkehr zum Wachstum bereits in diesen Sommermonaten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet zumindest damit, dass sich die Produktion bald stabilisieren dürfte und der Konjunktureinbruch sich damit abschwächt.

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Allianz erwartet kräftiges Wachstum

Heise sagte der Online-Ausgabe des "Handelsblatts": "Das deutsche Bruttoinlandsprodukt, das sich bereits im zweiten Quartal 2009 stabilisiert haben dürfte, wird nach unserer Einschätzung im dritten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal bereits wieder recht kräftig wachsen." Diese Entwicklung werde sich auch Ende 2009 und Anfang 2010 fortsetzen.

Weltwirtschaft vom Schock der Finanzkrise erholt?

Seinen Optimismus gründete Heise auf den zuletzt starken Anstieg der Industrieproduktion und die unerwartet gute Auftragslage der Branche. Das seien Anzeichen dafür, dass sich die Weltwirtschaft vom Schock der Finanzkrise erhole. Der Aufschwung sei dennoch mit Unsicherheiten behaftet, weshalb die Politik weiterhin Unterstützung leisten müsse.

DIW fürchtet steigende Arbeitslosigkeit

DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths sagte: "Die Signale für eine Bodenbildung nach dem beispiellosen Absturz um die Jahreswende verdichten sich." Gefahren sieht das DIW trotzdem, vor allem bei der Beschäftigung. Die Stabilisierung - erwartet wird ein BIP-Rückgang im zweiten Quartal von 0,7 Prozent - reiche nämlich bei weitem nicht aus, um eine massive Verschlechterung der Beschäftigungsentwicklung aufzuhalten.

Auftragslage müsste sich deutlich verbessern

Das DIW weist in diesem Zusammenhang auf die "asynchrone Entwicklung von Produktion und Beschäftigung" hin. Will heißen: Trotz des dramatischen Absturzes der Produktion wurden nur relativ wenige Beschäftigte entlassen. Dadurch seien "Produktivitätsreserven geschaffen [worden], die sich ohne eine kräftige Erholung der Auftragslage in der zweiten Jahreshälfte in einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit entladen werden", so Kooths.

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