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Zinspolitik: EZB belässt Leitzins bei 1,0 Prozent

Zinspolitik  

EZB belässt Leitzins bei 1,0 Prozent

18.08.2009, 19:01 Uhr | oca

Die Europäische Zentralbank (EZB)  lässt die Leitzinsen unverändert (Foto: ddp)Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt die Leitzinsen unverändert (Foto: ddp) Wegen der leichten Konjunkturerholung und sinkender Preise bleibt der Leitzins im Euro-Raum unverändert auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent. Das entschied die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Ratssitzung in Frankfurt. Die Notenbank hatte wegen der Finanzkrise den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft seit Oktober 2008 in mehreren Schritten gesenkt, zuletzt im Mai.

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Trichet: Zinsniveau im Euroraum nach wie vor angemessen

Das Leitzinsniveau in der Eurozone ist nach Einschätzung der EZB nach wie vor angemessen. Dies sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in Frankfurt. Die Risiken sowohl für das künftige Wachstum als auch für die Preisentwicklung seien größtenteils ausgeglichen.

Trichet erwartet Erholung im kommenden Jahr

Trichet bekräftigte die Auffassung des EZB-Rats, dass das Wachstum im Euroraum 2009 schwach bleiben dürfte. Allerdings nehme das konjunkturelle Abwärtstempo eindeutig ab. Eine graduelle Erholung mit positiven Wachstumsraten auf Quartalssicht erwartet die EZB wieder im kommenden Jahr. Einen genaueren Zeitpunkt nannte Trichet nicht. In den vergangenen Monaten hatte der EZB-Präsident immer von Mitte 2010 gesprochen.

Volkswirte erwarten keine Veränderung bis 2010

Volkswirte erwarten, dass der Leitzins bis weit ins nächste Jahr hinein konstant bleibt und erst zum Jahresende 2010 wieder steigen wird. Die EZB wird vorerst wohl auch nicht ihre unkonventionellen geldpolitischen Hilfen wie den Aufkauf von Pfandbriefen ausweiten. Die Notenbank will 60 Milliarden Euro dafür ausgeben. Über die Umsetzung des Programms dürfte Trichet auf einer Pressekonferenz am Nachmittag berichten.


Markt wird weiter mit Milliarden versorgt

Von der Preisfront gibt es keinen Handlungsdruck für die Notenbanker. Die jährliche Teuerungsrate im Eurogebiet war im Juli auf minus 0,6 Prozent gefallen, das war der niedrigste Wert seit Einführung der gemeinsamen Währung. Die EZB pumpt weiterhin Milliarden an billigem Geld in den Markt, um die Banken mit ausreichend Liquidität zu versorgen. Viele Geschäftsbanken reichen das Geld aber nicht weiter, so dass Unternehmen und Branchen über die restriktive Vergabe von Krediten klagen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sieht bislang aber keine Kreditklemme.

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