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Vermögen: Krise lässt Zahl der Millionäre sinken

Geld verloren  

Europa überholt USA als reichste Region

16.09.2009, 15:33 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Millionäre: Krise ließ Vermögen schrumpfen. (Foto: dpa)Millionäre: Krise ließ Vermögen schrumpfen. (Foto: dpa) Die Zahl der Dollar-Millionäre ist in der Finanzkrise deutlich geschrumpft. Besonders betroffen ist die USA. Dagegen kommen die Europäer deutlich besser durch die Krise. Das geht zumindest aus einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) hervor. Demnach sank im vergangenen Jahr weltweit erstmals seit 2001 der globale Wohlstand. Die Zahl der Millionärs-Haushalte sackte von elf auf neun Millionen ab. In Deutschland gab es noch 374.000 Millionäre - rund 13,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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Europa überholt Nordamerika

Den stärksten Einbruch beim verwalteten Vermögen verzeichnete Nordamerika mit einem Rückgang von 21,8 Prozent auf 29,3 Milliarden Dollar. Europa, wo der Einbruch mit minus 5,8 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar deutlich geringer ausfiel, hat den nordamerikanischen Kontinent damit als Region mit dem höchsten Wohlstand abgelöst. In Japan betrug das Minus 7,8 Prozent, im restlichen asiatisch-pazifischen Raum 6,2 Prozent und im Mittleren Osten und Afrika 6.9 Prozent.



Großbritannien verliert viele Millionäre

Die meisten Millionäre – vier Millionen Haushalte – lebten laut BCG dennoch weiterhin in den USA, gefolgt von Japan, China und Deutschland. Großbritannien, das im vergangenen Jahr noch den dritten Platz im weltweiten Vergleich belegte, hat mit 47 Prozent den größten Einbruch zu verzeichnen. Die höchste Millionärsdichte findet sich in Singapur: 8,5 Prozent der Haushalte verfügen über mehr als eine Million Dollar. Es folgen die Schweiz, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Weltweit machen Millionärshaushalte nur 0,6 Prozent aller Haushalte aus, dennoch besitzen sie laut der Erhebung 36 Prozent des weltweiten Vermögens.

Krise schröpfte Millionäre

Vor allem die weltweit verwalteten Privatvermögen schrumpften im Krisenjahr 2008 deutlich: Sie fielen um 11,7 Prozent. Damit ließen die Reichsten aber immer noch 92,4 Milliarden Dollar in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds verwalten. Insgesamt machte das verwaltete Vermögen laut BCG im vergangenen Jahr 28 Prozent des Gesamtvermögens aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 39 Prozent. Grund war laut BCG der Einbruch an vielen Aktienmärkten. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Angesichts der dramatischen Entwicklung an den Aktienmärkten während der Krise schichteten viele Investoren ihr Vermögen in konservativere Anlageformen um.



Steuerparadiese unter Druck

Von den Turbulenzen verschont blieb laut BCG-Studie lediglich Lateinamerika, wo das verwaltete Privatvermögen auch 2008 wuchs. Unter Druck gerieten dagegen die Steuerparadiese - durch verschärfte Steuergesetze und Kunden, die ihr Geld von dort abzogen. Die höchsten Vermögen wurden der Studie zufolge weiterhin in der Schweiz verwaltet - hier lagen 28 Prozent der Anlagen. An zweiter Stelle folgte Großbritannien, danach Luxemburg. Für dieses Jahr rechnen die Autoren der Studie bereits wieder mit einem Wachstum der verwalteten Privatvermögen, das Vorkrisenniveau werde es aber voraussichtlich erst 2013 wieder erreichen.

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