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Neuer Wohlstands-Index: Kaufkraft anhand Ikea-Regal ablesen

Kaufkraft-Vergleich  

Neuer Wohlstands-Index: Billy statt Big Mac

17.09.2009, 13:07 Uhr | Von Niels Reise - Spiegel Online , Spiegel Online, t-online.de

Kombination von Billy-Regalen (Foto: Ikea)Kombination von Billy-Regalen (Foto: Ikea) Der Big-Mac-Index des britischen Magazins "Economist" ist legendär. Doch jetzt bekommt der Maßstab, der die weltweiten Preise für Hamburger misst, ernsthafte Konkurrenz von einem Bücherbord: Das Billy-Regal von Ikea gibt es in fast vierzig Ländern - mal kostet es 100, mal nur 50 Dollar. #

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Big-Mac-Index als Statistik-Star

So richtig ernst meinte es die Journalistin Pam Woodall vom angesehenen Wirtschaftsmagazin "Economist" eigentlich nicht, als sie 1986 den Big-Mac-Index erfand. Mittlerweile gehört der Index, der die Preise der Burger in verschiedenen Ländern dieser Erde vergleicht, jedoch zu den internationalen Stars unter den Statistiken, die Wohlstand und Kaufkraft in aller Welt vergleichbar machen sollen. Schließlich ist der Big Mac überall gleich und die Hamburgerkette McDonald's gibt es auch so gut wie überall.



Wo Burger teuer ist, kann Billy billig sein

Der aktuelle Hamburger-Standard weist Hongkong mit einem Preis von 1,72 Dollar überraschenderweise als eine der billigsten Metropolen der Welt aus. Im krassen Gegensatz dazu steht Zürich in der Schweiz. Und Oslo als Weltmetropole zu bezeichnen, wäre zwar arg übertrieben. Laut Burger-Index ist die norwegische Hauptstadt aber zumindest bei den Buletten-Preisen weltweit führend. Hier liegt der Preis bei sage und schreibe 6,15 Dollar. Doch wo der Burger teuer ist, kann Billy billig sein. Zu diesem Ergebnis kommt Kristian Siedenburg vom Nachrichtendienst Bloomberg, der die Preise für das Billy-Standard-Regal (80x28x202 Zentimeter) in allen 38 Ländern, in denen Ikea seine Möbel anbietet, verglichen hat. Das Resultat ist erstaunlich.

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In Dubai am billigsten, in Israel am teuersten

So ist das Bücherbord laut Billy-Index ausgerechnet in Dubai, dem Emirat der Superlative, mit 47,64 Dollar am billigsten. Angemessener scheint da schon der Preis in Israel: Hier ist das Billy-Regal mit 103,48 Dollar am teuersten. Norwegen kommt mit einem Billy-Preis von 60,09 Dollar dem globalen Mittelwert von 60,15 Dollar am nächsten. Die Schweiz liegt noch darunter. Und Großbritannien ist sogar sensationell billig mit bescheidenen 49,34 Dollar für das Bord - was gerade mal dreizehn britischen Burgern entspricht! Deutschland kommt mit umgerechnet rund 55 Dollar pro Billy-Regal übrigens auch recht gut weg.



Aussagekraft noch nicht belegt

Noch wurde nicht untersucht, wie das Preisgefälle bei Billy zustande kommt, oder welche Aussagekraft die Ergebnisse haben. Doch die Idee ist gelungen - gerade in Verbindung mit dem Big-Mac-Index: Denn jetzt weiß die Welt, dass es für die Menschen in Hongkong unverhältnismäßig viel teurer ist, ihren Büchern ein angemessenes Zuhause zu geben als einen Burger zu essen. Billy kostet dort nämlich 64,38 Dollar, was fast vierzig chinesischen Big Macs entspricht.

Wissenschaftliche Schwächen

Allerdings hat der Billy-Index auch seine wissenschaftlichen Schwächen. Ökonomen werden bemängeln, dass Bücherborde keine geeigneten Konsumgüter sind - man kauft einfach zu selten welche, um sie als zuverlässigen Maßstab für die Schwankungen internationaler Wechsel- und Warenkurse zu nehmen. Auch gelten Ikeas Preise in der Regel für ein ganzes Jahr, was den Billy-Index ziemlich sperrig in seiner Konvertibilität macht.

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