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GfK erwartet ein Prozent Wachstum beim Konsumklima

Konsumklima  

GfK erwartet ein Prozent Wachstum

02.12.2010, 11:04 Uhr | oca, dpa-afx, dpa-AFX

Alle Jahre wieder - für Millionen Deutsche stehen die Weihnachtseinkäufe an. Die positive Wirtschaftslage sorgt dabei für gute Stimmung. So wird die Kauflust noch einmal für einen kräftigen Wachstumsschub sorgen, prognostizierte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. Die Konsumforscher erwarten in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von einem Prozent. Im Vorjahr hatte der Zuwachs lediglich bei 0,1 Prozent gelegen. Bis Ende Oktober hatte das Umsatzplus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum noch bei 0,5 Prozent gelegen.

Positiv für das Konsumklima sind die Einkommenserwartungen. Mehr Menschen rechnen damit, mehr Geld zur Verfügung zu haben. So können die meisten Arbeitnehmer mit einem Zubrot in Form von Weihnachtsgeld rechnen. Zudem gehen die meisten ohne Sorgen um den Arbeitsplatz in die Weihnachtsferien. Wer viel verdient, kann zwangsläufig mehr Geld für Geschenke ausgeben als ein Geringverdiener. Menschen, die in Haushalten mit weniger als 1500 Euro netto leben, planen im Schnitt 146 Euro für Geschenke ein. Liegt das Einkommen über 3500 Euro netto, steigen die durchschnittlichen Ausgaben für Geschenke auf 366 Euro, so die GfK-Experten.

Bis 650 Millionen Euro Zusatzumsatz

Nach einer Umfrage zum Weihnachtsgeschäft wollen gut ein Viertel der Verbraucher in diesem Jahr an Weihnachten Lebensmittel und Getränke verschenken; rund ein Fünftel haben vor, Parfüm oder andere Kosmetikartikel auf den Gabentisch zu legen. Der entsprechende Zusatzumsatz der Lebensmittel- und Drogeriemärkte werde sich daher auf 620 bis 650 Millionen Euro belaufen. Hinzukämen Ausgaben für das Festtagsmenü.

Bücher sind der Renner im Weihnachtsgeschäft. Im Budget der Deutschen sind dafür durchschnittlich 38 Euro vorgesehen. Auch Spielsachen werden häufig unter dem Weihnachtsbaum liegen sowie Hemden,
Pullover, Socken und Gürtel.

Nicht alle Sparten profitieren

Allerdings profitierten keineswegs alle Sparten des Einzelhandels in gleichem Maße von dem Branchenwachstum. Während die Umsätze der Lebensmittelsupermärkte bis Ende Oktober um 1,9 Prozent gestiegen seien, hätten große Einkaufszentren auf der grüne Wiese 2,6 Prozent Umsatz verloren. "Die Einkaufswege der Konsumenten werden kürzer, die Verbraucher kaufen ihre Güter des täglichen Bedarfs verstärkt im Umfeld ihrer Wohnung", stellten die Konsumforscher fest.

Des Weiteren seien alle Voraussetzungen gegeben, dass auch das Jahr 2011 ein gutes Konsumjahr wird, sagte der Vorstandsvorsitzende, Klaus Wübbenhorst. "Wir denken, dass beim Konsumwachstum eine Eins vor dem Komma nicht unrealistisch ist". Damit würde der private Konsum 2011 etwa doppelt so stark wachsen wie in diesem Jahr. Da das deutsche BIP zu fast 60 Prozent vom privaten Konsum abhängt, sei es auch extrem wichtig, "dass wir in den nächsten Jahren nicht nur auf einem starken Exportbein dahinspringen", befand der GfK-Chef.

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