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Branntweinmonopol: Schnaps wird weiter subventioniert

Branntweinmonopol  

Schnaps wird weiter subventioniert

10.12.2010, 15:21 Uhr | dapd, dapd

Branntweinmonopol: Schnaps wird weiter subventioniert. Die Schnapsbrenner haben einen Grund zum Anstoßen (Foto: Archiv)

Die Schnapsbrenner haben einen Grund zum Anstoßen (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Gute Nachrichten für deutsche Schnapsbrenner. Sie dürfen noch bis Ende 2017 subventioniert werden. Der EU-Rat für Wettbewerbsfähigkeit habe der Verlängerung des Branntweinmonopols zugestimmt, berichtete Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) in Berlin. Klein- und Obstbrennereien sowie Obstgemeinschaftsbrennereien dürften noch bis Ende 2017 Agraralkohol erzeugen. Auch landwirtschaftliche Kartoffel- und Getreide-Verschlussbrennereien erhielten noch bis 2013 Beihilfen, müssten aber im Gegenzug ihre Produktion schrittweise senken.

Subventionen von 80 Millionen Euro

Ohne Verlängerung wäre das Branntweinmonopol in Deutschland am 31. Dezember 2010 ausgelaufen. Derzeit gibt es bundesweit rund 22.000 Klein- und Obstbrennereien sowie rund 670 landwirtschaftliche Kartoffel- und Getreide-Verschlussbrennereien. Diese sind zollamtlich gesichert (verschlossen). Derzeit erhalten alle Brennereien zusammen bundesweit jährlich rund 80 Millionen Euro an Subventionen.

Branntweinmonopol stammt aus Weimarer Zeiten

Aigner verwies darauf, dass Deutschland gerne länger am Branntweinmonopol festgehalten hätte. Dieses Monopol stammt aus Weimarer Zeiten. Es verpflichtet den Staat, den Brennereien den Alkohol zu einem bestimmten Preis abzunehmen, ihn zu reinigen und zu vermarkten. Der übernommene Rohalkohol - nach Angaben der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein rund 60 Millionen Liter pro Jahr - wird in Reinigungswerken in München, Nürnberg und Wittenberg zu 96- und 99-prozentigem Neutralalkohol aufbereitet. Hauptabnehmer dafür sind Spirituosen-, Lebensmittel, Kosmetik- und Heilmittelhersteller.

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