Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Verbraucher >

Betrug mit manipulierten Aktienkursen: "Scalping"

Betrug mit manipulierten Aktienkursen: "Scalping"

14.12.2010, 17:35 Uhr | ots, t-online.de, t-online.de

Betrug mit manipulierten Aktienkursen: "Scalping". Vermeintliche Börsenexperten neppen Anleger am Telefon (Foto: imago)

Vermeintliche Börsenexperten neppen Anleger am Telefon (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Immer wieder lassen sich Anleger von hohen Renditeversprechen blenden und fallen auf Betrüger herein. Eine Betrugsmasche ist das so genannte "Scalping". Dubiose Infodienste pushen dabei die Kurse wertloser Aktien. Die vermeintlichen Aktienschnäppchen entpuppen sich nach dem Kauf als Verlustbringer. Darauf weist in einer aktuellen Verlautbarung die österreichische Finanzaufsicht FMA hin.

Fingierte Börsenbriefe sollen Anleger in die Falle locken

Auch in Deutschland ist die Methode schon lange bekannt. Dabei spielen fingierter Börsenbriefe, Newsletter und Analystenkommentare eine wichtige Rolle. Mit Schlagworten wie "1000% Kurs-Chance!", "Sichere Anlageempfehlung - Kaufen Sie diese Aktie!" und "Garantierter Gewinn in 3 Monaten!" werden die betreffenden Wertpapiere empfohlen.

Empfohlene Aktien oft nur Schrott

Diese Aktien stammen jedoch in der Regel von gescheiterten Unternehmen oder "leeren" Briefkastenfirmen im angelsächsischen Raum, die dort in Marktsegmenten notieren, die wenigen oder keinen Vorschriften für Emittenten unterliegen. Die Täter halten selbst den Großteil dieser in Wahrheit wertlosen Papiere, die sie dann aber, nachdem durch die betrügerischen Infodienste die Nachfrage und damit der Kurs künstlich in die Höhe manipuliert wurde, an die angelockten ahnungslosen Anleger abstoßen. Haben die Betrüger abkassiert, bricht der Kurs wieder in sich zusammen.

Tipps von vermeintlichen Börsengurus

Oft wird mit potentiellen Anlegern auch telefonisch Kontakt aufgenommen. Unaufgeforderte Anrufe, E-Mails oder Faxe von vermeintlichen "Aktien-Gurus" sollen die Anleger von der Seriosität des Investments überzeugen. Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA rät Anleger folgende Warnsignale zu beachten: Unaufgefordert zugesandte Materialien wie Börsebriefe, Newsletter und Analystenkommentare sind kritisch zu betrachten. Dazu zählen auch unaufgeforderte Telefonanrufe, E-Mails oder Faxe.

Hochglanzbroschüren kein Beweis für Seriosität

Über unbekannte Unternehmen in wenig regulierten Börse-Segmenten sollten genaue Informationen eingeholt werden (zum Beispiel die Dauer der Börsenotierung, Volumen der gehandelten Aktien), bevor ein Investment getätigt wird. Unprofessionelle Internet-Auftritte der betroffenen Firmen, wo keine Jahresberichte, Management-Angaben etc. auffindbar sind, sollten kritisch hinterfragt werden, oft sind dies bloße Briefkasten-Firmen ohne operatives Geschäft. Aber auch professionelle Internet-Auftritte und Hochglanzbroschüren sind kein Beweis für Seriosität.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Verbraucher

shopping-portal