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GfK-Prognose für 2011: 499 Euro mehr Kaufkraft pro Kopf

GfK-Prognose für 2011: 499 Euro mehr Kaufkraft pro Kopf

15.12.2010, 09:34 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Der Aufschwung erreicht die Geldbeutel der Konsumenten: Die Kaufkraft der Verbraucher steigt 2011 um durchschnittlich 499 Euro pro Kopf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Nach wie vor gibt es aber in Punkto Kaufkraft große regionale Unterschiede.

Nicht jeder hat mehr Geld zur Verfügung

Die GfK definiert Kaufkraft als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Strom oder das Sparen abgezogen. Folglich bedeutet ein nominaler Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen real mehr Geld zur Verfügung steht, wenn die aufgeführten Ausgaben deutlicher ansteigen.

Knapp 20.000 Euro Kaufkraft pro Einwohner

Der durchschnittliche Bundesbürger hat laut GfK im kommenden Jahr eine Kaufkraft von fast 19.700 Euro zu erwarten. Insgesamt ergibt sich für 2011 eine Kaufkraft von 1,6 Billionen Euro; das wären 2,6 Prozent mehr als in diesem Jahr.

Höhere Lohnerwartungen

Das deutliche Wachstum führt die GfK auf die schnelle Überwindung der Finanzkrise, die höheren Lohnerwartungen und die Erholung des Arbeitsmarktes zurück. Allerdings gibt es auch einige Entwicklungen, die den Zugewinn wieder schmälern könnten. So könnte eine über 1,7 Prozent liegende Inflation einen Teil des Kaufkraftzuwachses aufzehren. Auch drohen 2011 höhere Beiträge etwa für Krankenversicherungen.

Höchste Kaufkraft im Hochtaunuskreis bei Frankfurt

Die höchste Kaufkraft erwartet die GfK erneut für den Hochtaunuskreis im Nordwesten Frankfurts. Die Bewohner der Villenvororte werden nach GfK-Prognose 2011 im Schnitt über eine Kaufkraft von 28.585 Euro verfügen. Dahinter folgen der Landkreis Starnberg im Süden Münchens mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 28.048 Euro und der Landkreis München mit 27.031 Euro. Beachtlich dabei ist, dass die Einwohner im kaufkraftstärksten Kreis bereits 4400 Euro pro Jahr mehr zur Verfügung haben als die Einwohner des Kreises auf dem zehnten Platz.

Schlusslicht liegt in Mecklenburg-Vorpommern

Wenig bewegt hat sich nach GfK-Angaben am Ende der Skala: Schlusslicht unter den 412 deutschen Landkreisen bei der Kaufkraft bleibt der ostdeutsche Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bewohner dieser Region verfügten nur über knapp mehr als die Hälfte dessen, was den Menschen im kaufkraftstärksten Kreis zur Verfügung stehe. Die reichste ostdeutsche Region ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 19.584 Euro kommt der Kreis bundesweit allerdings nur auf Platz 162.

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