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Studie: Deutschlands Wirtschaft verliert bis 2050 weltweit an Bedeutung


Wirtschaftsmächte  

Studie: Deutsche Wirtschaft rutscht ab

14.01.2011, 08:44 Uhr | AFP, bv, AFP, t-online.de

Studie: Deutschlands Wirtschaft verliert bis 2050 weltweit an Bedeutung. Boomtown Frankfurt: Ist die hessische Metropole auch in 40 Jahren noch top (Foto: imago)

Boomtown Frankfurt: Ist die hessische Metropole auch in 40 Jahren noch top (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die weltweite Bedeutung der deutschen Wirtschaft wird in den kommenden Jahrzehnten abnehmen. Vom heutigen vierten Platz der bedeutendsten Volkswirtschaften wird die Bundesrepublik auf Rang acht abrutschen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers. Im Jahr 2050 wird demnach China auf dem ersten Platz stehen, das heute die drittgrößte Wirtschaftsmacht ist. Das Land wird sein Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Studie bis dahin mehr als verzehnfachen.

USA nicht mehr größte Wirtschaftsmacht

Die heute größte Wirtschaftsmacht der Welt, die USA, werden auf Platz zwei verdrängt. Den größten Sprung nach vorn von Platz elf auf Platz drei macht demnach Indien, dessen Bruttoinlandsprodukt bis dahin 24 Mal größer sein soll als heute. Es folgen Brasilien, Japan, Russland, Mexiko, Deutschland, Großbritannien, Indonesien und Frankreich. Die sieben größten Schwellenländer (E7) werden dann eine deutlich größere Wirtschaftsleistung haben als die sieben größten Industrienationen (G7). Heute liegen die Schwellenländer noch weit zurück.

Wohlstandsgefälle bleibt

Bei näherem Hinsehen relativieren sich die Umwälzungen aber: Laut der Studie wird in den Schwellenländern mit dem zunehmenden Wohlstand auch die Zahl der Einwohner deutlich zunehmen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf - ein zentraler Indikator für den Wohlstand eines Landes - wird der Studie zufolge 2050 in China immer noch nur 45 Prozent der USA betragen, heute sind es 14 Prozent. In Indien wird dieser Wert von heute sieben Prozent auf dann 28 Prozent steigen.

Für die G7-Staaten bringt der Aufstieg neuer Wirtschaftsmächte neue Herausforderungen, schreibt PwC. Einerseits dürften neue Global Player entstehen, die mit etablierten Konzernen um Märkte und Rohstoffe konkurrieren. Andererseits schaffe der wachsende Wohlstand in den E7-Staaten auch neue Absatzmärkte.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts bis 2050

Rang
2009

Land

BIP in Mrd. US-Dollar

(Kurs 2009)

Rang
2050

Land

BIP in Mrd. US-Dollar

(Kurs 2009)

1

USA

14.256

1

China

51.180

2

Japan

5.068

2

USA

37.876

3

China

4.909

3

Indien

31.313

4

Deutschland

3.347

4

Brasilien

9.235

5

Frankreich

2.649

5

Japan

7.664

6

Großbritannien

2.175

6

Russland

6.112

7

Italien

2.113

7

Mexiko

5.800

8

Brasilien

1.572

8

Deutschland

5.707

9

Spanien

1.460

9

Großbritannien

5.628

10

Kanada

1.336

10

Indonesien

5.358

11

Indien

1.296

11

Frankreich

5.344

Quelle: Weltbank, PwC-Berechnungen

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