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Magazin: Aldi verliert Kunden an Konkurrenz

07.02.2011, 13:53 Uhr | dapd, dpa-AFX, dpa-AFX, dapd

Aldi verliert Kunden an Konkurrenz . Der Lebensmittel-Discounter Aldi verliert an Umsatz (Foto: imago)

Der Lebensmittel-Discounter Aldi verliert an Umsatz (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Der Lebensmitteldiscounter Aldi hat rund 250 Millionen Euro Umsatz an die Konkurrenz verloren. Wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet, verlor Aldi 110 Millionen Euro Umsatz an den Discount-Wettbewerber Lidl und gut 140 Millionen Euro an die Supermarktketten Edeka und Rewe. Die GfK leitet daraus ab, dass die deutschen Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf wieder verstärkt auf den klassischen Supermarkt setzen statt auf den Discounter. Das Magazin bezieht sich auf Daten der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung.

Erlöse bei Aldi gehen zurück

Demnach seien insbesondere Edeka und Rewe 2010 deutlich stärker gewachsen als der Markt. Damit hätten sie "so etwas wie die Renaissance der Supermärkte eingeleitet", schreiben die GfK-Experten in ihrem monatlichen Bericht zu Umsätzen, Marktanteilen und dem Einkaufsverhalten. Die deutschen Supermärkte konnten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von 2,4 Prozent verbuchen. Lidl legte um 3,8 Prozent zu.

Bei Aldi gingen die Erlöse dagegen um 1,1 Prozent zurück. Der Discounter habe 2010 keine neuen Kunden hinzugewinnen können, die Kauffrequenz und die durchschnittliche Einkaufssumme pro Aldi-Kunde seien rückläufig, berichteten die GfK-Analysten.

Lidl erhöht Anzahl der Läden

Lidl habe zwar ein Umsatzplus von 3,8 Prozent geschafft, zugleich aber die Anzahl der Läden um 3,6 Prozent gesteigert und die Verkaufsflächen vieler Läden erweitert. "Flächenbereinigt relativiert sich so gesehen der Erfolg von Lidl", bilanzierte die GfK.

Für diese Entwicklung sehen die Experten folgende Gründe: Der Preisdruck drücke auf die Umsätze. Für die Verbraucher seien die zunehmenden Aktionsangebote eine feine Sache, für Industrie und Handel seien sie dagegen ein zweischneidiges Schwert. Zu häufige Aktionen kannibalisieren das Normalgeschäft, und zwar nicht nur während der Aktion, sondern möglicherweise dauerhaft.

Des Weiteren hätten vor allem Edeka und Rewe ihre Eigenmarken forciert, neue Bedienkonzepte erprobt und auch in der Kommunikation an ihrem Preisimage gearbeitet.

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