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Betrug am Telefon: Kriminelle haben nichts zu befürchten

Telefonbetrüger haben nichts zu befürchten

18.03.2011, 10:32 Uhr | AFP, t-online.de, AFP

Betrug am Telefon: Kriminelle haben nichts zu befürchten. Betrug am Telefon: Verbraucher in Gefahr (Foto: imago)

Betrug am Telefon: Verbraucher in Gefahr (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Telefonabzocker haben in Deutschland offenbar immer noch freie Fahrt. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, kommen die Betrüger meist ungeschoren davon. Eigentlich ein Skandal, rauben die Kriminellen doch massenhaft Verbraucher am Telefon aus. Die Zeitung beruft sich auf einen internen Bericht des Bundesjustizministeriums, wonach die Staatsanwaltschaften rund zwei Drittel der Ermittlungsverfahren zu Telefon-Betrügereien einstellen. Wir erklären, wieso die Täter immer wieder ungeschoren davon kommen und wie Sie sich gegen unerlaubte Telefonwerbung wehren können.

Täter sind nur schwer zu fassen

Eigentlich hatte der Bundestag die Gesetzeslage verschärft, um so Betrüger besser verfolgen zu können. Doch die Gesetze laufen all zu oft ins Leere. Denn die Täter sitzen meist im Ausland oder haben dort ihre Postfachadresse. Das macht es für die Behörden unheimlich schwer, die Verbrecher zu ermitteln. Das Ministerium fordere nun eine "effektivere Strafverfolgung", schreibt der "Tagesspiegel".

Angesichts der Verbraucherbeschwerden hatten die Beamten untersucht, wie wirksam das 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung ist. Die Zahl der "Cold Calls", Anrufe ohne Einwilligung der Verbraucher, ist demnach zwar gesunken, kriminelle Betrügereien per Telefon nähmen aber zu. Dabei würden Verbraucher zum Beispiel mit einem vermeintlichen Lottogewinn geködert, teure Rückrufnummern anzurufen oder Kontodaten preiszugeben. Rund die Hälfte der 80.000 bis 100.000 Verbraucherbeschwerden, die zwischen September 2009 und Juni 2010 eingegangen seien, betrafen den Gewinnspielbereich, zitierte der "Tagesspiegel" aus dem Ministeriumsbericht.

Schutz der Verbraucher verbessern

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) kündigte an, den Schutz der Verbraucher zu verbessern. "Dazu gehört auch eine Strategie gegen die immer noch häufigen Betrugsfälle, bei denen Verbrauchern mit falschen Versprechungen am Telefon Zusagen mit finanziellen Konsequenzen oder gar Bankdaten entlockt werden", sagte ein Sprecher des Ministeriums dem "Tagesspiegel".

Der verbraucherpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Erik Schweickert, forderte die Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften. "Bislang werden die Abzockanrufe viel zu häufig als Einzelfälle im Bagatellbereich abgetan statt sie in ihrer Gesamtheit als Fälle organisierter Kriminalität zu verfolgen", sagte Schweickert.

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